Notre Dame brennt! Nach Terroranschlag vom 8. September 2016: Ursache Renovierungsarbeiten oder Anschlag?

8. September 2016 Terroranschlag in Paris vereitelt

Die französische Polizei nimmt südlich der Hauptstadt drei radikalisierte Frauen fest, die in Paris Anschläge verüben wollten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind sie vom IS in Syrien gesteuert worden. Die Polizei verdächtigt die Jihadistinnen, dass sie einen nahe der Kathedrale Notre-Dame abgestellten und mit Gasflaschen gefüllten Personenwagen in die Luft zu sprengen versuchten.

Allerdings brachte erst vor knapp einer Woche die FAZ einen Bericht darüber, wie sich Brandstiftungen und Vandalismus in französischen Kirchen häufen, die an diesem Abend ebenfalls in den sozialen Medien geteilt werden und Gegenstand zahlreicher Diskussionen sind. „Die Kirche brennt“ lautete die bezeichnende Überschrift der FAZ. Täglich würden in Frankreich durchschnittlich drei Gotteshäuser beschädigt, und die Täter sind oft genug arabisch-muslimischen Ursprungs. Mal werden Skulpturen zertrümmert, mal ein Altartuch oder eine Türe angezündet. „Von der katholischen Kirche wurden die Vorfälle lange nicht an die große Glocke gehängt“, schrieb die FAZ „ – jetzt finden sie größere Aufmerksamkeit.“

Anfang März wurde die Kirche von Reichstett im Elsass geschändet, Kirchenfenster zerschlagen, mit Satanszeichen beschmiert; in Saint Gilles-Croix-deVie an der Atlantikküste wurde einer Christusfigur des Hochaltars der Kopf abgeschlagen.

Dieser Vandalismus ist längst auch in Deutschland Alltag. Feldkreuze werden gefällt, Gipfelkreuze gestürzt, Altäre beschmutzt. Nicht um Diebstahl geht es, sondern um Herabwürdigung. Es sind symbolische Akte. Meist schweigt die Kirche. Sie ist längst kleinmütig und verängstigt.

Zweitgrößte Pariser Kirche Saint Sulpice brannte bereits vor einem Monat

Fast auf den Tag genau vor einem Monat brach das Feuer in der Künstlerkirche Saint Sulpcie, der kleinen Schwester der Kathedrale Notre-Dame, aus. 20 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um unter anderem eine der größten Orgeln der Welt vor Schaden zu behüten.

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Die Kirche Saint-Sulpice ist nach der Kathedrale Notre Dame de Paris die zweitgrößte Kirche der französischen Hauptstadt. Ihr romanischer Vorgängerbau aus dem 12. Jahrhundert wurde im 17. Jahrhundert größtenteils abgerissen. Der Grundstein zur neuen dreischiffigen Basilika wurde 1646 gelegt. Die Bauarbeiten nahmen fast 130 Jahre in Anspruch.

Ermordung eines Priesters in der Normandie

Zwei Männer überfallen die katholische Kirche von Saint-Etienne-du-Rouvray, nehmen dort Geiseln und töten den 84-jährigen Priester. Der IS reklamiert die Tat für sich.

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