Moslems für 91 Prozent aller Terroropfer verantwortlich 753 Tote durch islamischen Terror in der EU: IS-Gefangene: “Wir werden uns rächen”

Das „Weiß- und Schwarzbuch des Terrorismus in Europa” wurde auf Initiative der spanischen Europa-Abgeordneten Maité Pagazaurtundua (2.v.l.) von der Partei „Unión Progreso y Democracia“ in Auftrag gegeben und vorgestellt.

Die größte Gefahr ist der Terror von rechts – deutsche Politiker des linken Spektrums von der CDU bis zu den Altkommunisten der Linkspartei werden nicht müde, das immer wieder zu behaupten. Ist das so? Nein. Das belegt ein „Weiß- und Schwarzbuch des Terrorismus in Europa“, das jetzt vorgestellt wurde, wie Le Figaro berichtet.

Das Buch wurde auf Initiative der spanischen Europa-Abgeordneten Maité Pagazaurtundua von der Partei „Unión Progreso y Democracia“, die zur Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE) gehört, in Auftrag gegeben. Pagazaurtundua ist auch Präsidentin einer Stiftung für Terroropfer.

Der Report stellt auch fest, dass zwischen 2000 und 2018 weitere 1115 Europäer, darunter Touristen und Militärangehörige, weltweit Opfer von Terroranschlägen wurden. Insgesamt fielen 91 Prozent der Opfer islamischen Terroranschlägen zum Opfer, ein Fünftel davon kam durch Selbstmordattentäter ums Leben.

Die Opferzahl bei nicht-islamischem Terror, sondern anderweitigem politischen Terror war weitaus niedriger. Rechtsextremisten und Linksextremisten ermordeten in der gleichen Zeit jeweils 13 Menschen.

Besonders Spanien litt unter dem Terror. 268 Opfer wurden zwischen 2000 und 2018 hier gezählt, in Frankreich waren es 263.

Elizabeth Pelsez, Terroropfer-Beauftragte der französischen Regierung, ergänzte, man dürfe nicht nur die nackten Zahlen sehen, das „Weiß- und Schwarzbuch“ sei auch ein Gedenken an die Opfer des Terrors. „Die Opfer zu vergessen ist das Allerschlimmste“, ergänzte die Politikerin, „wir dürfen nicht vergessen, dass es nicht nur die Toten sind, an die man denken muss, sondern auch an all jene, die Verletzungen oder seelische Schäden davontrugen. Das sind pro Totem zwischen zehn und 20 weitere Personen“, so Pelsez, die damit einen klar anderen Umgang mit den Opfern des Terrors verlangt, als er in Deutschland – zum Beispiel mit den Opfern und Angehörigen des islamischen Terroranschlages auf dem Berliner Breitscheidtplatz – von der Merkel-Regierung gepflegt wird.

(PINEWS)

IS-Gefangene: “Wir werden uns rächen, das Blut wird euch bis zu den Knien stehen”

Angesichts der aktuellen Diskussionen über den Umgang mit Anhängern des IS, die aus Europa oder anderen Weltgegenden nach Syrien bzw. in den Irak gezogen waren, sich jetzt ergeben und vielleicht zurückkehren möchten, sind diese Beobachtungen vor Ort in Syrien nicht eben ermutigend: Nach Monaten unter Belagerung in der Ortschaft Baghouz, dem letzten Überrest des einstigen IS-“Kalifats” in Ost-Syrien, sind Jihadisten, die in Gefangenschaft vorwiegend kurdischer Truppen gingen und gehen, zwar sichtlich ausgehungert und vielfach verletzt. Doch selbst in der Niederlage ihres Terrorstaates geben sie sich reuelos und unbeugsam.

“Wir werden uns rächen, und das Blut wird Euch bis zu den Knien stehen”, ruft etwa eine schwarz verschleierte Frau, die nach wochenlangem Beschuss die letzte Bastion des IS (Islamischer Staat) in einer Biegung des Euphrats an der Grenze zum Irak verlassen hat. “Wir sind gegangen, doch wird es neue Eroberungen geben”, schreien andere Frauen und bewerfen eine Gruppe Journalisten mit Steinen. “Der Islamische Staat wird bleiben und größer werden.”

“Gott verdammt die Frau, die einem Mann gleicht”

Als eine Journalistin mit entblößten Haaren sich nähert, packt eine der verschleierten Frauen sie bei den Haaren: “Liest du nicht den Koran? Schämst du dich nicht?”, ruft sie. “Gott verdammt die Frau, die einem Mann gleicht”, schreit eine andere.

Der Islamische Staat bezog seine Besonderheit und seine Attraktion aus dem Anspruch, ein Staat zu sein mit einer eigenen Währung, eigenen Schulen, eigener Wirtschaft und so fort. Heute ist davon nichts mehr übrig, und den letzten IS-Anhängern, die nach Wochen in Tunnels, Gräben und Zelten aus Baghouz humpeln, bleibt kaum mehr als die Kleider an ihren Körpern. Die Niederlage eingestehen wollen sie dennoch nicht, geschweige denn Reue zeigen.

“Die Feiglinge sind abgehauen”

“Wir erwarten den Sieg, so Gott will”, sagt die 47-jährige Irakerin Umm Mohammed, die mit anderen Frauen in der Wüste wartet. “Die Nichtsnutze und Feiglinge sind abgehauen, und nun sind auch wir (Frauen, Anm.) gegangen, weil wir den Männern eine Last waren.”

In der Nähe verrichten einige Frauen ihr Gebet oder lesen im Koran, während ein staubbedeckter Bub mit einem Lächeln auf den Lippen ein religiöses Lied zum Ruhm des IS singt.

“Der Staat des Kalifats wird nicht verschwinden, er ist in den Hirnen und Herzen der Neugeborenen und der Kleinen eingebrannt”, zeigt sich eine ältere Frau überzeugt, die ihren Namen nicht nennen will. Obwohl die endgültige Niederlage nur eine Frage der Zeit war und es aus Baghouz kein Entkommen mehr gab, harrten bis zuletzt tausende Frauen und Kinder mit den IS-Kämpfern im belagerten und zunehmend schrumpfenden “Kalifat” aus.

“Sie bleiben entschlossen und radikalisiert”

“Die IS-Anhänger, die aus den letzten Überresten des Kalifats geholt wurden, bleiben weitgehend reuelos, entschlossen und radikalisiert”, bemerkte am Donnerstag der US-Kommandant im Mittleren Osten, General Joseph Votel. Mehr als 50.000 mutmaßliche IS-Anhänger haben sich seit Dezember den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) ergeben. Nun sind sie im Lager von Al-Hol interniert, das inzwischen völlig überbelegt ist.

Nicht nur die Frauen, sondern auch die Männer, die am Rande von Baghouz auf den Abtransport nach Al-Hol warten, wollen sich nicht von dem religiösen Terrorsystem distanzieren. Statt Reue für die Gräueltaten zu zeigen, wirft ein am Fuß verletzter Mann der internationalen Anti-IS-Koalition “Terror” vor. “Ich habe mich nur wegen meiner Verletzung ergeben”, sagt er, und betont, er sei seit Anbeginn des IS dort dabei gewesen.

Auch Abdel Moneim Najina, der mit seinen ergrauten Haaren weit älter als seine angeblich 30 Jahre wirkt, hofft weiter auf neue “Eroberungen” des “islamischen Kalifats”, zeigt sich aber von der Führung enttäuscht. “Das Gesetz Gottes wurde angewandt, doch gab es Ungerechtigkeiten. Die Anführer haben Geld gestohlen und die Leute im Stich gelassen”, sagt er. Auch vom IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi, dessen Verbleib unklar ist (mehrere Todesmeldungen sind nicht bestätigt), ist er enttäuscht. “Er hat uns Leuten anvertraut, die uns fallengelassen haben.”

(APA/AFP)