Islambeauftragter Rainer Oechslen referiert über das “Gemeinsame” München: Islamverharmlosung durch Evangelische Kirche Bayern

Bei der evangelisch-lutherischen Gemeinde in München-Neuhausen lieferte Dr. Rainer Oechslen eine durchweg wohlwollende Darstellung des Islams, ohne auf dessen brandgefährliche Bestandteile einzugehen

Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Schon die Vorankündigung der Veranstaltung vom vergangenen Dienstag ließ erahnen, dass sich sachkundige Islamkritiker auf eine Verbiegung der Fakten einstellen mussten. Dr. Rainer Oechslen, der Islambeauftragte der Evangelischen Kirche in Bayern, referierte zum Thema „Christen und Muslime – was uns eint und was uns trennt“. Der Ort des unverantwortlichen Geschehens war die Christuskirche der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde im Münchner Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg.

Bevor ich zur umfassenden sachlichen Kritik komme, zunächst das Positive: Da ich zeitig da war, traf ich Herrn Oechslen schon vor dem kirchlichen Gemeinderaum und wir begrüßten uns höflich. Er war während der Diskussionsrunde und auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung zu einer ruhigen und auf Fakten basierenden Auseinandersetzung mit dem brisanten Thema bereit.

Ganz anders als sein katholischer Kollege Prof. Mathias Rohe, der am 18. Juli des vergangenen Jahres bei der Vorstellung seiner Studie „Islam in Bayern“ an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften das Stellen einer sachbezogenen Frage verweigerte und mich völlig aufgeregt mit Verweis auf das Hausrecht aus dem Saal werfen ließ. Der Präsident der Akademie schickte mir daraufhin sogar ein generelles Hausverbot zu, was mit Sicherheit auf Veranlassung Rohes geschah. So reagieren unsichere Menschen, die genau wissen, dass ihre Positionen argumentativ nicht zu verteidigen sind.

Am heutigen Donnerstag Abend hält dieser Prof. Rohe, der es abstreitet, dass es ein Islamproblem gebe, um 19 Uhr einen Vortrag zum Thema „Islam in Bayern“, und zwar im Evangelischen Gemeindehaus Feucht bei Nürnberg, Fischbacher Str. 6. Islamkritiker aus dem Raum Mittelfranken sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, diesen dreisten Islam-Kollaborateur zu stellen.

Wenn Oechslen ähnlich unsouverän, aggressiv und charakterschwach wie Rohe wäre, hätte er auf den Evangelischen Gemeindevorsteher einwirken können, mich als unerwünschten Kritiker aus dem gut gefüllten Raum hinauskomplimentieren zu lassen. Tat er aber nicht, sondern war erfreulich gelassen und hörte sich auch alle Gegenargumente zu seinem Vortrag konzentriert an.

Des weiteren war an diesem Abend erfreulich, dass sich bei der Diskussionsrunde ein halbes Dutzend Bürger mit kritischen Fragen zur Gewalt und zum Dschihad zu Wort meldeten, was Oechslen zuvor in seinen Ausführungen weitestgehend unbeachtet gelassen hatte.

Er begann seinen Vortrag aus aktuellen Anlass gleich mit geistigem Sprengstoff, indem er behauptete, dass es keinen islamischen Antisemitismus gebe. Anders, als es die Partei mit dem „A“ darstelle, womit er seine Ablehnung der AfD unmissverständlich klarmachte. Es sei seiner Meinung nach auch kurios, dass ausgerechnet diejenigen, die sonst „keine Probleme mit Antisemitismus“ hätten, dies jetzt zum Thema machten. Diese faktisch falsche Unterstellung hätte er sich sparen können.

Oechslen schob den moslemischen Hass auf Juden rein auf den Israel-Konflikt, der mit der Balfour-Erklärung von 1917 begonnen habe. Es gebe im Islam „keine religiös motivierte Abneigung gegen Juden“. Eine faktenwidrige Behauptung, die man mit dutzenden judenfeindlichen Koranversen widerlegen kann, in denen sie als „Affen und Schweine“ (2,65; 5,60; 7,166), „Betrüger“ (3,75), „Lügner“ (3,78), „verschlagene Wucherer“ (4,161), und „Kriegstreiber“ (5,64) diffamiert werden. Zudem ging der „Prophet“ Mohammed äußerst brutal, auch mit Massenhinrichtungen, gegen jüdische Stämme vor.

Der Islambeauftragte freute sich zu vermelden, dass der im Juli auslaufende Schulversuch „Islamischer Religionsunterricht in Bayern“ wohl fortgeführt werde. Besorgte kritische Stimmen hierzu, wie auch in der Sendung „Jetzt red I“ des Bayerischen Fernsehens durch den Vorsitzenden des Bildungsausschusses im Landtag, Markus Bayerbach (AfD) geäußert, werden von den Islamverharmlosern ignoriert. Auf diese BR-Sendung vom vergangenen Mittwoch, in der es von Minute 22 bis 27 um den Islam geht, werde ich noch in einem extra Artikel eingehen.

Der Vortrag von Oechslen war offensichtlich darauf angelegt, den Islam weitestgehend positiv darzustellen und das scheinbar Verbindende zum Christentum herauszuarbeiten. Hierzu hatte er ein zehn Punkte umfassendes Thesenpapier herausgearbeitet, das er an die gut 70 Anwesenden, unter denen sich auch der Rechtsanwalt Hildebrecht Braun des Penzberger Imams Bayrambejamin Idriz befand, verteilte.

Punkt 1: Verehrung des „gleichen Gottes“

„Der Islam ist eine Religion, die in vieler Hinsicht an das Christentum und noch mehr
an das Judentum anknüpft. Der Islam geht davon aus, dass Juden, Christen und Muslime den gleichen Gott verehren.“

Oechslen zitierte zum Unterfüttern dieser falschen These das Zweite Vatikanische Konzil, in dem die katholische Kirche tatsächlich einen unverantwortlichen Kniefall vor dem Islam formulierte, indem sie eine „Hochachtung vor Muslimen“ aussprach, die „mit uns den einen Gott verehren“ würden. Dieser Hochverrat am Christentum ist leider bis heute gültig und stellt die Grundlage für einen völlig falschen Umgang mit dem durch und durch feindseligen Islam dar.

Die evangelische Kirche sei hier kritischer, so Oechslen. Wenn ein christlicher Geistlicher sage, dass der Islam einen anderen Gott habe, dann sei er mit Sicherheit evangelisch. Wenn es hingegen ein Katholik sage, dann befände er sich im Widerspruch mit dem Papst, für den das Konzil bindend sei. Oechslen meinte auch, dass es uns „nicht zustehe“, ein Urteil über andere Religionen zu fällen, denn Gott könne auch „durch andere Religionen zu uns sprechen“.

Der Islambeauftragte der evangelischen Kirche druckte auf seinem Thesenpapier Sure 29, Vers 46 ab, die der „Prophet“ in der Frühphase seines Wirkens, als er noch keine kriegerischen Heere hinter sich versammeln konnte, in Mekka verkündet hatte. Darin forderte er, mit den Buchbesitzern nur in „bester Weise“ zu streiten – Oechslen machte daraus „schönste“ Weise – außer mit denen, die „Unrecht“ tun. Mohammed führt weiter aus, dass „unser Gott und euer Gott eins sind“, dem „wir ergeben sind“. In den darauffolgenden Versen wird allerdings deutlich, dass diejenigen Buchbesitzer – also Juden und Christen -, die nicht an Allah glauben, Ungläubige sind, die in der Hölle schmoren werden. Oechslen stellte dies abschwächend dar, dass im Islam das Christentum „nicht als gleichberechtigter Heilsweg“ gelte.

Oechslen unterschlug, dass Mohammed in der Medina-Zeit den kompromisslosen Kampf gegen alle Ungläubigen forderte, inklusive Juden und Christen, die Allah nicht als Gott akzeptierten und weiter an ihren Göttern, Jesus und Jahwe, festhielten (Sure 9, Vers 29). Der Islam hat den Anspruch auf die alleinige Wahrheit und den einzig wahren Gott und muss über alle anderen Religionen siegen (48,28). „Ungläubige“ Juden und Christen sind „die schlechtesten der Geschöpfe“ (98,6). Allah verflucht sie (9,30) und droht ihre Vernichtung an (5,17). Die harmlosen Verse aus der Mekka-Zeit sind allesamt durch die späteren gewalttätigen abrogiert, also ersetzt.

All das verschweigt der Islambeauftragte der Evangelischen Kirche, bei dem einen das Gefühl beschleicht, dass er es eigentlich besser weiß, aber im Auftrag seines Arbeitgebers handelt, für den das Appeasement mit dem Islam oberste Priorität hat.

Punkt 2: Biblische Geschichten im Koran

Beispielsweise die Schöpfung, Abrahams Berufung und sein Opfer, Josef in Ägypten, Mose und der Auszug der Israeliten aus dem Knechtshaus sowie die Weihnachtsgeschichte, in der allerdings falsch berichtet wird, dass sich Maria zur Geburt Jesu in die Wüste zurückgezogen habe, wo sie wunderbar gerettet worden sei.

Tatsache ist, dass sich Mohammed diese Geschichten aus der Bibel und dem Talmud erzählen ließ, da er weder lesen noch schreiben konnte. Er vereinnahmte sie, um damit Christen und Juden einreden zu können, dass er der letzte Prophet sei, sein Allah auch ihr Gott sei und sie ihm folgen müssten. Als das aber nicht funktionierte und sie ihn als „Lügner“ und „Betrüger“ bezeichneten, was auch so im Koran festgehalten ist, schaltete er auf brutale Gewalt um. Ab dem Zeitpunkt wurde der Islam erfolgreich. Bis heute.

Punkt 3: Ähnliche Vorschriften wie im Judentum

„Mit dem Judentum ist der Islam etwa durch ähnliche Speisevorschriften verbunden, vor allem aber durch die Überzeugung, dass der Glaube etwas Praktisches ist, ein tägliches Leben nach den Geboten – etwa beim Gebet und Fasten, aber auch im Umgang mit dem Geld (Zinsen sind verboten!)“

Auch hier gilt, dass Mohammed hemmungslos vom Judentum abkupferte, um diese Glaubensgemeinschaft für sich zu gewinnen. So wies er seine Anhänger anfangs auch an, in Richtung Jerusalem zu beten, was er dann nach der ablehnenden Haltung der Juden in Richtung Mekka abänderte.

Punkt 4: Hingabe an den einen Gott

„Der Kern islamischer Frömmigkeit ist Hingabe an den einen Gott, radikales Vertrauen
auf Gott und Kampf gegen alle Versuche, irgendetwas anderes neben Gott zu stellen.“

An dieser Stelle versäumt es Oechslen, die versammelte Christengemeinde darauf hinzuweisen, dass dieser „Kampf“ auch gnadenlos gegen ihre Glaubensgenossen in der ganzen Welt geht und zerstörerisch wirkt. Auf diese Weise wurde nicht nur das Christentum im Orient fast komplett ausgelöscht.

Punkt 5: Gemeinsame Propheten im Koran

„Der Islam kennt eine lange Reihe von Propheten, die bei Adam beginnt, über Mose,
David, Salomo und Elia bis zu Johannes dem Täufer und zu Jesus führt. Das „Siegel“, der Abschluss der Prophetie, ist aber Muhammad. Insofern wäre es aus der Sicht des Islams konsequent, wenn Juden und Christen dem Fortschritt der Offenbarung folgen und den Islam annehmen würden. Aus der Sicht des Islams sind Judentum und Christentum Vorläuferreligionen“.

Es sind keine „Vorläuferreligionen“, sondern aus islamischer Sicht vielmehr Irrlehren, wenn sie nicht den Koran, Mohammed und Allah akzeptieren. Nach moslemischer Vorstellung war der Islam von Anfang an seit Abraham da, daher hat Mohammed auch alle Propheten für seine neue „Religion“ vereinnahmt. Juden und Christen hätten aber ihre Schriften verfälscht, weswegen sie von Mohammed gnadenlos bekämpft, unterworfen und zur Abgabe der Strafsteuer (Dschizja) verpflichtet wurden, insofern sie ihre Bekämpfung überlebten.

Punkt 6: Kein Protest gegen die Einstufung unseres Glaubens

„Bevor wir Christen gegen diese Einstufung unseres Glaubens protestieren, müssen wir
uns klar machen: Genauso sind wir mit den Juden verfahren. Das Judentum wurde zur
überholten Religion erklärt. Es blieb den Christen unverständlich, warum es nach
Christus noch Juden gab und gibt.“

Hier packt Oechslen die unvermeidliche Holocaust-Keule aus, nach dem Motto: Die Kritik am Judentum endete letztlich in Auschwitz, den Fehler dürften wir beim Islam nicht wiederholen. Ein gefährlicher Trugschluss, schließlich kann man beides überhaupt nicht miteinander vergleichen:

Der Hass auf Juden beruhte auf rassistischen Vorurteilen und wahrheitswidrigen Hetzschriften, beispielsweise die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“. Die Kritik am Islam hingegen ist faktisch basiert und richtet sich gegen die gefährlichen Bestandteile der Ideologie und ausdrücklich nicht gegen Menschen. Wenn der Islam sich nicht modernisiert und entschärft, bewegt sich unsere Gesellschaft auf katastrophale Zustände zu, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Bürgerkrieg enden.

Punkt 7: Theologische Unterschiede

„Drei Aussagen des christlichen Glaubens lehnen Muslime, gestützt auf den Koran,
ausdrücklich ab: das christliche Bekenntnis zu Gottes Dreieinigkeit, zur Menschwerdung Gottes in Christus und zu einer Erlösung, die der Mensch braucht, weil er sonst in der Sünde gefangen wäre. „Sünde“ ist für Muslime etwas, das der Mensch mit der Hilfe der „Rechtleitung“ Gottes überwinden kann.“

Hier bleibt Oechslen viele Unterschiede zwischen Islam und Christentum schuldig: Kriegsfordernder versus verzeihender Gott, Tötungsbefehle versus Tötungsverbot, Kampf und Härte versus Nächstenliebe, Einigkeit von Staat und Religion versus Trennung, eigenes Rechtssystem versus Akzeptanz weltlicher Gesetze, Totalitäre weltliche Herrschaft versus Einordnung in demokratische Gesellschaft, um nur die wichtigsten Punkte zu nennen.

Punkt 8: Religionsfreiheit

„Es erscheint unpassend, wenn Christen Muslimen vorwerfen, sie hätten kein positives
Verhältnis zur Religionsfreiheit, zur Demokratie und zur Gleichberechtigung von Mann und Frau. Man muss daran erinnern: die Religionsfreiheit wurde von den christlichen Kirchen noch im 19. Jahrhundert bekämpft. Man sagte: ‚Freiheit kann es nur für die wahre Religion geben, nicht für die falsche.‘

Die Demokratie wurde von den meisten evangelischen Theologen bis zum Dritten Reich abgelehnt und die Gleichberechtigung von Mann und Frau wurde in der bayerischen Landeskirche noch nach dem Krieg nicht praktiziert. So kamen erst nach dem Rücktritt von Bischof Meiser 1955 die ersten Frauen in die Landessynode und erst nach dem Ende der Amtszeit von Bischof Dietzfelbinger 1975 wurden Frauen zu Pfarrerinnen ordiniert.“

Es ist der völlig falsche Weg, an dieser Stelle aufgrund von Selbstkritik zu schweigen, denn in allen Ländern, in denen der Islam an der Macht ist, werden andere Religionsangehörige diskriminiert, vielfach verfolgt und nicht selten getötet. Die kirchlichen Funktionäre müssten weltweit darauf bestehen, dass ihre Glaubensangehörigen geschützt werden. Aber durch dieses feige Wegducken lässt man sie alleine. Und die hiesigen Christen werden in eine Sorglosigkeit versetzt, die lebensgefährlich werden kann.

Hierzulande müsste Moslems kompromisslos klar gemacht werden, dass die strikte Befolgung unseres Wertesystems unabdingbar für den Verbleib in unserer Gesellschaft ist. Aber davon ist sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche weit entfernt. Man gefällt sich in wohlfeilem Anbiedern, übt Toleranz- sowie Willkommensgeschwätz und lügt sich in die Tasche, dass der Islam doch viel „Gemeinsames“ habe und kompatibel mit unserer demokratischen Gesellschaft sei.

Punkt 9: Menschenrechte, Demokratie, Gleichberechtigung

„Richtig wäre es, wenn wir sagten: Wir haben Religionsfreiheit, Menschenrechte, Demokratie und Gleichberechtigung viel zu lange abgelehnt. Aus diesem Fehler wollen
wir lernen und mit den Muslimen zusammen daran arbeiten, dass Demokratie und Menschenwürde in unserem Land nie mehr in Frage gestellt werden.“

Auch hier wären klare Ansagen statt selbstkritischem Abducken notwendig. Wir können stolz auf die erreichten Werte sein und müssen sie selbstbewusst sowie strikt einfordern.

Punkt 10: Verbundenheit trotz Verschiedenheit

„Islam und Christentum sind verschiedene Religionen und werden es bleiben. Dennoch
sind wir verbunden durch die Liebe zu Gott und zum Nächsten und können voneinander lernen und miteinander in Frieden zusammenleben.“

Der naive Wunsch ist Vater des Gedankens und hat mir der knallharten Realität nichts zu tun.

Fragerunde

Bevor ich mich meldete, wartete ich erst einmal ab, ob im Publikum kritische Fragen auftauchen. Ich wurde erfreulicherweise nicht enttäuscht. Eine Dame fragte sogleich nach dem Verhältnis zur Gewalt im Islam.

Oechslen behauptete, es gebe nur ein Widerstandsrecht. Gegen existenzbedrohende Angriffe dürften sich Moslems wehren. Falsch: Der Kampf wird gefordert, bis der Islam überall herrscht, beispielsweise in Sure 2, Vers 193:

„Und kämpft gegen sie, bis niemand mehr versucht, Gläubige zum Abfall vom Islam zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!“

Oechslen behauptete weiter, dass Moslems bei kriegerischen Auseinandersetzungen auf den Wunsch der Gegner auf einen Friedensschluss eingehen müssten. Ebenfalls falsch. Im Koran steht in Sure 47, Vers 35, dass man keinen Frieden eingehen darf, wenn man in der Oberhand ist:

„So werdet nicht schwach und ruft nicht zum Frieden, wo ihr doch die Oberhand haben werdet, denn Allah ist mit euch, und Er wird euch nicht um eure Werke bringen.

Der nächste Fragesteller widersprach Oechslen ebenfalls und führte diverse Tötungsbefehle wie auch die Köpfungsverse in Sure 47,4 und 8,12 an.

Jetzt versuchte Oechslen daran zu appellieren, den Koran doch auch „metaphorisch“ zu sehen, so wie man es auch mit der Bibel mache. Wenn man den Koran wörtlich nehme, dann gehe man wie der IS, die „Islamisten“ oder „Salafisten“ vor.

Eine brandgefährliche Fehleinschätzung. Der Koran MUSS wörtlich genommen werden, jedes Wort ist von Allah und am Koran gibt es keinen Zweifel, wie es gleich zu Anfang in Sure 2,2 festgeschrieben ist.

Dann meinte Oechslen, dass der Begriff „Kafir“, Mehrzahl „Kuffar“, von Übersetzern wie Rudi Paret fälschlicherweise mit „Ungläubige“ wiedergegeben wurde, wo es doch eigentlich „Undankbare“ bedeute, also jene, die den Islam annahmen und sich wieder abwendeten.

An dieser Stelle meldete ich mich zu Wort: Der Begriff „Ungläubige“ steht in jeder Koranübersetzung, auch in meiner original arabischen vom Ministerium für islamische Angelegenheiten in Medina. Zudem werden als „Ungläubige“ im Koran eindeutig auch Christen und Juden bezeichnet, die an den Sohn Marias als Gott und an Jahwe glauben (5,17).

Ich fragte Oechslen, ob seine zutiefst wohlwollende Darstellung des Islams nicht gefährlich sei angesichts der weltweiten Verfolgung von Christen, vor allen in islamischen Ländern, und den vielen Kampf- sowie Tötungsbefehlen im Koran, gepaart mit den üblen Diffamierungen gegen Christen und Juden?

Oechslen meinte, dass die Studien zur Christenverfolgung, die von „Open Doors“ stammen, anzuzweifeln seien, da es sich um eine „politische Organisation“ aus den USA handele. Er empfehle „Human Rights Watch“, dort würden „sicherere Infos“ geliefert. Zudem seien Moslems auch verfolgt, beispielsweise in Sri Lanka, China und auf den Philippinen.

Er setze darauf, bei der Koranauslegung nicht den Fundamentalisten den Alleinvertretungsanspruch über ihre Religion zu überlassen. Die Sure 9, in der sich die Gewalt konzentriere, sei in einem gewissen Kontext legitimiert, in einem anderen nicht. Der Koran sei zudem nicht ein eindeutiges Buch. Arabisch sei eine Konsonantensprache, die bis zu 12 Bedeutungsvarianten ermögliche.

Ein junger Mann meinte, wenn die Gewaltverse demnach möglicherweise „falsch übersetzt“ wären, dann könnten es die harmlosen schließlich auch sein, was Oechslen bestätigte.

Diese Überlegungen führen aber auf eine falsche Fährte, denn die vielen Übersetzungen des Korans haben in den wichtigen Punkten allesamt die gleiche Bedeutung: Kampf, Krieg, Töten, Unterwerfung, Schlagen, Bestrafen etc. pp. ist in allen Ausgaben gleich.

Zudem gibt es viele allgemeingültige Tötungsbefehle wie Sure 9,111, in denen das grundsätzliche Gebot des Tötens für Allah festgeschrieben ist.

Der Idriz-Anwalt Hildebrecht Braun meinte realtivierend, dass es überall Fundamentalisten und Gewalt gebe. So seien sechs Millionen Juden von christlich erzogenen Deutschen umgebracht worden.

Gespräche nach dem Ende der Veranstaltung

Ich ging gleich auf Hildebrecht Braun zu und erinnerte ihn an den Nazi-Islam-Pakt und dass die Nazi-Führer wie Hitler und Himmler den Islam als kriegerische Religion ausdrücklich dem Christentum vorgezogen hätten. Damals haben sich viele ideologische Gemeinsamkeiten zwischen Islam und National-Sozialismus aufgezeigt. Braun war sich dessen auch bewusst, meinte aber, dass der islamische Beitrag zum Holocaust minimal gewesen sei. Ich machte ihn auf die hervorragende ntv-Dokumentation aufmerksam, in der der absolute Vernichtungswille des Großmuftis Amin al-Husseini an Juden deutlich wurde und auch die Zusammenarbeit arabischer Führer mit Alt-Nazis lange nach dem Kriege beschrieben wurde. Braun stimmte mit mir überein, dass Religionen keine Gesetze bestimmen dürften.

Bei Oechslen stand eine Frau, die sich zu dem Europäischen Islamzentrum erkundigte, wozu ich mich dazugesellte. Er meinte, das Projekt sei unter anderem gescheitert, da Idriz keinen Rückhalt unter Münchner Moslems gehabt hätte. Ich erwähnte seine Verfassungsschutzbeobachtung bis 2010, u.a. wegen seiner telefonischen Absprachen mit dem Führer der Muslimbruderschaft in Deutschland, Ibrahim el-Zayat. Außerdem seine Versuche, dubiose Geldquellen in Saudi-Arabien und Katar anzuzapfen. Oechslen bestätigte, dass dies alles bedenklich gewesen sei.

Ich versuchte ihn auch davon zu überzeugen, dass es viele Belege für islamischen Antisemitismus gibt, nicht nur im Koran, sondern auch im Handeln des „Propheten“, beispielsweise die brutale Köpfung von 800 gefangenen Juden in Medina im Jahr 627. Er meinte, dies hätte „andere Gründe“ gehabt, also ihren Vertragsabfall.

Zudem habe es „nie ein islamisches Pogrom gegen Juden“ gegeben, dem ich ebenfalls widersprach. In Al-Andalus brachten moslemische Berber bei der Belagerung und Plünderung Córdobas im Jahre 1011 etwa 2000 Juden um. 1033 im nordafrikanischen Fès töteten die Berber mehr als 6000 Juden, versklavten ihre Frauen und beschlagnahmten ihren Besitz. Beim Massaker von Granada 1066 fielen etwa 4000 Juden einem moslemischen Mob zum Opfer. Zudem wurde der Judenstern von Moslems in Al-Andalus erfunden.

Kontakt zu Dr. Rainer Oechslen:

» rainer.oechslen@elkb.de

Und zu seinem Auftraggeber, der Evangelischen Landeskirche in Bayern:

» landeskirchenamt@elkb.de

Hinweis: Bitte bei den Zuschriften höflich und sachlich bleiben. Dr. Oechslen hat mit seiner Bereitschaft, sich der kritischen Diskussion zu stellen, immerhin Fairness bewiesen.


Michael Stürzenberger
Michael Stürzenberger

PI-NEWS-Autor Michael Stürzenberger arbeitete als Journalist u.a. für das Bayern Journal, dessen Chef Ralph Burkei beim islamischen Terroranschlag in Mumbai starb. 2003/2004 war er Pressesprecher der CSU München bei der Franz Josef Strauß-Tochter Monika Hohlmeier und von 2014 bis 2016 Bundesvorsitzender der Partei „Die Freiheit“. Seine fundamentale Islamkritik muss er seit 2013 in vielen Prozessen vor Gericht verteidigen. Unterstützung hierfür ist über diese Bankverbindung möglich: Michael Stürzenberger, IBAN: CZ5406000000000216176056, BIC: AGBACZPP. Oder bei Patreon.