Absturz der Printmedien setzt sich fort: Stern, Bild, Welt und BamS: Diese Studie muss Verlagsmanager alarmieren: 43 Prozent der Befragten sehen keine Zukunft für Printmedien

Der Absturz der Printmedien in Deutschland geht weiter. Über 80 Prozent der wichtigsten Magazine haben im vierten Quartal 2018 Käufer verloren. Stern, Welt und Bild am Sonntag verloren im zweistelligen Prozentbereich. Gewinner gibt es nur wenige.

Es geht weiter bergab für die deutschen Printmedien. Nach einer aktuellen Analyse der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern IVW gewannen von den 100 am Kiosk erhältlichen Magazinen mit den höchsten Abo- und Kioskauflagen im Vergleich zum Vorjahr nur 19 Käufer hinzu, darunter vor allem Programm- und Spartenzeitschriften wie TV Plus und Landidee.

Nur noch zwei am Kiosk verkaufte Magazine kommen in den Kategorien Abonnements und Einzelverkauf auf eine Auflage von über eine Million, TV 14 und TV Digital mit 1,98 bzw. 1,26 verkauften Exemplaren. Doch auch diese beiden verloren deutlich.

Großer Verlierer unter den politischen Wochenmagazinen ist der Stern, der 11,3 Prozent verlor. Bei den überregionalen Tages- und Wochenzeitungen büßten vor allem Bild, Welt und Bild am Sonntag Käufer ein.

Bei den Tageszeitungen stürzte die Welt um 11,7 Prozent ab. Inklusive Welt kompakt finden sich  für sie nur noch 76.455 Käufer pro Tag. Bild verlor ebenfalls massiv – knapp zehn Prozent. FAZ und taz verloren geringfügig. Zulegen konnte das Handelsblatt durch die steigende Zahl von Digital-Kunden.

Bei den Wochenzeitungen ging es für die Bild am Sonntag mit einem Minus von 11,3 Prozent am stärksten bergab. Zeit, Welt am Sonntag und FAS verloren vergleichsweise moderat. Einige kleinere Titel wie der Freitag und Das Parlament konnten sogar Käufer hinzugewinnen.

Diese Studie muss Verlagsmanager alarmieren: 43 Prozent der Befragten sehen keine Zukunft für Printmedien

Die Auflagenzahlen der meisten Blätter gehen seit Jahren nach unten, nun zeigt die repräsentative Studie “New Storytelling”: Nur 57 Prozent der Befragten glauben daran, dass Printmedien im Jahr 2028 noch eine Rolle spielen. Die noch alarmierendere Nachricht: Die junge Altersgruppe sieht eine Ablösung durch Smartphone und Co. schon früher.

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