Daniel G. Messerattacken in Nürnberg – drei Frauen schwer verletzt: Polizei korrigiert Täterbeschreibung: gestern blond, heute dunkelblond bis braun. Was dann morgen? Schwarz?

 

Der heller Teint ist bei der Täterbeschreibung weg? Hier ist was faul!

Sie sollten sich ein beispiel nehmen, wie bei der bz-berlin.de : Täterbeschreibung, ganz einfach: ein Man hat..           und kein Pressekonferenz!
In Berlin ereignen sich sieben Messerattacken – pro Tag
Die Berliner sind sehr vorbildlich!

Stich-Attacken in Nürnberg: Polizei fasst Verdächtigen

Polizisten trugen bei der Jagd auf den Messerstecher Daniel G. (im Bild links) sogar Kettenhemden.
Das Messer gehört zu Deutschland

Wie die Polizei am Abend mitteilte, wurde der 38-jährige Deutsche am Samstag in Nürnberg vorläufig festgenommen. Er sitzt seit dem Nachmittag in Untersuchungshaft und gilt als dringend tatverdächtig. Die Beamten begründen dies mit einem erfolgten DNA-Abgleich.

Auf Nachfrage wollte die Polizei noch keine weiteren Details zur Tatwaffe und zur Spur, die zu dem mutmaßlichen Täter geführt hat, bekannt geben. Die Einzelheiten sollen im Rahmen einer Pressekonferenz mit Innenminister Joachim Herrmann am Sonntagmittag erläutert werden. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks soll der Mann aus Berlin stammen. Unklar sei, ob der Mann dauerhaft in Nürnberg wohne.

Vorbestrafter Vergewaltigter war in Berlin gemeldet
Bekannt wurde am Sonntag über den Täter folgendes: Daniel G. ist vorbestraft. Im Bundeszentralregister finden sich 18 Einträge unter seinem Namen, er wurde etwa wegen einer Vergewaltigung 2002 zu einem Jahr Jugendstrafe verurteilt. Andere Vorstrafen gibt es etwa wegen Betrugs und Beleidigung. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem „Spaziergang durch das Strafgesetzbuch“.

Der 38-jährige Daniel G. stach in Nürnberg auf drei Frauen ein.

Im November 2015 saß G. zum letzten Mal in Haft. Im März 2018 wurde er wegen eines Drogendelikts zu einer Geldstrafe verurteilt, stand unter Führungsaufsicht durch einen Bewährungshelfer. Der 38-Jährige ist den Angaben der Behörden zufolge in Berlin gemeldet, lebte aber seit Längerem in Nürnberg – ohne festen Wohnsitz auf der Straße. Geboren wurde G. in Thüringen.

Plötzliche Angriffe am Donnerstag
G. hatte am Donnerstag gegen 19.30 Uhr einer 56-jährigen Frau unvermittelt in den Oberkörper gestochen. Die Frau musste notoperiert werden. Gegen 22.45 Uhr stach er dann ebenfalls ohne jegliche Vorwarnung auf eine 26-Jährige ein, die sich auf dem Heimweg befand. Kurz darauf wurde eine 34-Jährige angegriffen. Die 26-Jährige und die 34-Jährige erlitten lebensgefährliche Verletzungen.

 

Polizei korrigiert Täterbeschreibung

Nach den Gewaltverbrechen vom Donnerstagabend läuft die Fahndung der Polizei in Nürnberg mit Hochdruck. Heute verteilen die Beamten Flyer im betroffenen Stadtteil. Die darauf zu lesende Täterbeschreibung weicht von der am Freitag gegebenen ab.

Nach den brutalen Gewaltverbrechen vom Donnerstagabend in Nürnberg ist die Polizei weiter auf der Suche nach dem Täter. Derzeit sind die Polizisten im Stadtteil St. Johannis unterwegs und verteilen Flyer mit dem Fahndungsaufruf. Seit den frühen Morgenstunden läuft die Befragung von Anwohnern. Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit starken Kräften vor Ort, um die Sicherheit der verängstigten Bevölkerung zu gewährleisten.

Am Fahndungsaufruf fällt auf, dass die Polizei die Beschreibung des Täters verändert hat. Der Täter wird jetzt als fünf Zentimeter kleiner beschrieben, seine Haare als dunkelblond bis bräunlich; der noch am vom Freitag erwähnte “helle Teint” des Täters ist aus der Beschreibung verschwunden.

Laut einer Pressemitteilung vom Samstagmittag konnte die Polizei mittlerweile mit allen Opfern reden. Die Änderungen in der Beschreibung dürfte auf die Angaben der beiden Frauen zurückzuführen sein, die am Freitag noch nicht ansprechbar gewesen sind.

Man könnte meinen, die Täterbeschreibung vom Freitag habe vor allem darauf abgezielt, Spekulationen über eine nichtdeutsche Herkunft des Täters zu entkräften. Mit ihrer nicht weiter begründeten Korrektur dürfte die Polizei das Gegenteil erreichen.

Die Täterbeschreibung vom Freitag:

Bei den Angriffen wurden am Donnerstagabend in St. Johannis drei Frauen im Alter von 26, 34 und 56 Jahren schwer verletzt. Die Taten wurden etwa zwischen 19:20 Uhr und 22:40 Uhr verübt. Alle drei Frauen wurden nach einer notärztlichen Erstversorgung notoperiert, sie schweben mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet und ermittelt mit Hochdruck.

Messerattacken in Nürnberg – drei Frauen schwer verletzt vom 14.12.2018

Bisher konnte nur das erste Opfer genauere Angaben zu dem Täter machen. Der Mann soll demnach zwischen 25 und 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Er soll eine normale Figur haben, blonde bis dunkelblonde Haare und helle Haut. Die beiden anderen Frauen wurden so schwer verletzt, dass sie noch nicht ausführlich vernommen werden konnten.

Von dpa

Im Nürnberger Stadtteil St. Johannis wurden in der Nacht zum Freitag bei einer Serie von Messerattacken drei Frauen schwer verletzt – zwei schweben noch in Lebensgefahr. Die Polizei fahndet nach dem Täter und setzt dabei auch Hubschrauber und Hunde ein.

In Nürnberger Stadtteil St. Johannis sind am Donnerstagabend innerhalb weniger Stunden drei Frauen niedergestochen und schwer verletzt worden. Die Nürnberger Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich der erste Angriff gegen 19:20 Uhr im Kirchenweg. Eine 56-Jährige, die dort zu Fuß unterwegs war, sei plötzlich von einem ihr entgegenkommenden Mann in den Oberkörper gestochen worden. Der Täter sei geflüchtet, die schwerverletzte Frau habe nach notärztlicher Erstversorgung im Krankenhaus notoperiert werden müssen.

Eine zweite Frau sei gegen 22:45 Uhr von einem Unbekannten angegriffen worden. Der Mann habe völlig unvermittelt auf die 26-Jährige eingestochen. Kurz darauf sei eine 34-Jährige in der Campestraße angegriffen worden. Beide Frauen hätten durch die Angriffe lebensgefährliche Verletzungen erlitten und notoperiert werden müssen. Über ihren derzeitigen Gesundheitszustand gibt es keine Angaben.

Die Polizei gab an, unmittelbar nach den Angriffen umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet zu haben. Dabei seien sowohl Diensthundeführer als auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen. Im Zuge der Fahndung seien mehrere Personen überprüft worden, diesbezügliche Ermittlungen dauerten noch an. Es sei nicht auszuschließen, dass es sich in allen drei Fällen um ein und denselben Täter gehandelt haben könnte.

Nach Polizeiangaben liegen mehrere Personenbeschreibungen des oder der Tatverdächtigen vor. Danach sollen es sich jeweils um einen ca. 25 – 30 Jahre alten und zwischen 175 und 180 cm großen und kräftigen Mann gehandelt haben. Über die Bekleidung gibt es unterschiedliche Angaben: orange Jogginghose, schwarze Jacke, blaues Jackett. Über die verwendete Tatwaffe gebe es derzeit keine Erkenntnisse.

Am Freitagmorgen gab die Polizei bekannt, in der Stadt verstärkt Präsenz zu zeigen und weiter mit Hochdruck zu fahnden. Sie bat die Bevölkerung um Vorsicht, denn der Täter könne noch bewaffnet sein.

(RT)