Deutschland isoliert sich selbst, in der ganzen Welt! Nur Merkels-Lügenpresse: Der Feind ist Deutschland aber nicht EU, Merkel: Einwanderungspolitik
Die Medien-Hetze gegen Trump und Putin, ohne Ende, Deutschland sollte erstmal im eigenen Stall sehen! Nur Horror, Verbrannte Erde, wohin man schaut!

Altparteien holen Sex-Touristen aus Afrika nach Deutschland um Reisekosten zu sparen. Das neue Ziel von Sex-Touristen aus aller Welt heißt Deutschland.

Alle Kategorien

Altersarmut in Deutschland: Fast jede zweite Rente unter 800 Euro : Rentenerhöhung 2018 meist wieder abgezogen bei aufstockenden Grundsicherung !

Eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion brachte zutage, dass immer mehr Menschen dem Risiko von Altersarmut ausgesetzt sind. Rund 48 Prozent der Rentner sollen schon heute weniger als 800 Euro bekommen.

Fast jede zweite Altersrente in Deutschland liegt einem Medienbericht zufolge unter 800 Euro im Monat. Dies berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Donnerstag unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion.

Rund 8,6 Millionen Rentner erhielten Ende 2016 demnach eine Rente von weniger als 800 Euro monatlich – ein Anteil von 48 Prozent. Das Ministerium legt in dem Bericht Wert auf die Feststellung, dass die Rentenhöhe für sich genommen nur eingeschränkt Hinweise auf die Einkommenssituation im Alter liefere.

Grund dafür sei, dass weitere Einkommen nicht berücksichtigt würden – etwa die anderer Haushaltsmitglieder. Die Zahlen beziehen sich dem Bericht zufolge auf Renten nach Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch vor Abzug von Steuern. Daten für 2017 lagen demnach noch nicht vor.

Sabine Zimmermann, Rentenexpertin der Linken äußerte sich besorgt:

Die Zahlen zeigen, dass schon heute ein großer Teil gesetzliche Rentenbezüge unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle und sogar unter der Grundsicherungsschwelle erhält.

Laut einer Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat die Armut bei Menschen ab 65 Jahren hat im Vergleich zu allen anderen Altersgruppen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2016 am stärksten zugenommen. Demnach sei fast jede sechste Person im Rentenalter mittlerweile von der sogenannten relativen Einkommensarmut betroffen, die sich an den mittleren Einkommen aller Haushalte orientiert.

“Die Armut von Rentnerinnen und Rentnern ist in den vergangenen Jahren so stark gestiegen wie bei keiner anderen Bevölkerungsgruppe. Armut ist ein Schicksal, von dem Menschen im Rentenalter mittlerweile überdurchschnittlich und besonders hart betroffen sind”, hatte Dr. Joachim Rock, Rentenexperte des Paritätischen Gesamtverbands schon in 2017 erklärt.

Diese Entwicklung sei kein Zufall, sondern auch eine Konsequenz aus den rentenpolitischen Reformen der letzten Jahrzehnte, mit denen beispielsweise das Ziel der Lebensstandardsicherung in der Rente dem Ziel der Beitragssatzstabilität geopfert worden sei, kritisierte der Verband.

Besonders Frauen betroffen: Mehr als eine Million Menschen bekommen in Deutschland Grundsicherung

Knapp 1,06 Millionen Menschen in Deutschland erhalten Grundsicherung im Alter oder wegen Erwerbsminderung. Seit Einführung der staatlichen Zuschüsse im Jahr 2003 ist die Zahl der Leistungsempfänger von zunächst rund 440.000 Menschen kontinuierlich gestiegen.

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die auf staatliche Zuschüsse angewiesen sind, weil ihre Rente unterhalb des Existenzminimums liegt, ist weiter angestiegen. Nach neuestem Bericht des Statistischen Bundesamts war die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im vergangenen Dezember um 3,2 Prozent höher als im Dezember 2016. So empfingen insgesamt fast 1,06 Millionen Menschen die staatliche Leistung. Darunter waren diejenigen, die über 18 Jahre alt sind und wegen Krankheit oder Behinderung nicht voll arbeiten können, sowie Rentner. Insbesondere ältere Frauen sind auf die staatlichen Zuschüsse beispielsweise fürs Wohnen, Heizen oder Essen angewiesen.

Betrachtet man nur Menschen, die um die 65 Jahre alt waren, zählte die Statistik 316.425 Frauen, aber nur 227.665 Männer. Wer vor dem Jahr 1947 geboren ist, kann die Grundsicherung ab 65 Jahren erhalten, ansonsten galt im Dezember eine Altersgrenze von 65 Jahren und sechs Monaten. Nimmt man auch die Menschen, die wegen Erwerbsminderung auf die Zuschüsse angewiesen sind, zählten die Statistiker insgesamt 539.551 Frauen und 519.276 Männer.

Frauen stärker von Altersarmut betroffen – unter anderem wegen prekärer Beschäftigungsverhältnisse 

Altersarmut sei gerade bei Frauen ein Problem, sagte Michael David, sozialpolitischer Experte bei der Diakonie Deutschland. Frauen sind demnach auch deshalb stärker davon betroffen, weil sie häufiger alleinerziehend gewesen sind oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen gearbeitet haben, um Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Das habe entsprechende Folgen für den Lebensabend. “Wir haben da tatsächlich ein Genderproblem und da muss etwas passieren”, so David.

Seit Einführung der Grundsicherung im Jahr 2003 ist die Zahl der Leistungsempfänger von zunächst rund 440.000 Menschen kontinuierlich gestiegen. Die meisten Empfänger leben nach den aktuellen Zahlen in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Niedersachsen. Die Bundesländer mit der geringsten Zahl von Beziehern sind Bremen sowie das kleinste Flächenland Saarland.

Linken-Politikerin Zimmermann fordert, Niedriglöhne und prekäre Beschäftigung, die “Armutsrenten” Vorschub leisteten, zurückzudrängen

Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Ulrike Mascher, geht von einer hohen Dunkelziffer aus.

Weil vor allen Dingen alte Frauen – das kennen wir aus unseren Beratungsgesprächen – sich schämen, zur Fürsorge zu gehen und versuchen, mit allen Möglichkeiten zu sparen, zur Tafel zu gehen, um Lebensmittel zu bekommen, und so die Grundsicherung zu vermeiden.

Zu den möglichen Gründen für den Anstieg zählt Mascher kletternde Mietpreise sowie eine höhere Zahl von Menschen, die wegen einer psychischen Erkrankung nicht arbeiten können. Um die Situation der Empfänger zu verbessern, fordert der VdK eine Reform der Freibetragsregelung.

Die verschiedenen Bundesregierungen haben hier auf ganzer Linie versagt”, sagte Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann. Die Renten müssten wieder existenzsichernd werden. “Um dies zu erreichen, muss unter anderem das Rentenniveau angehoben werden, auf mindestens 53 Prozent. Zudem müssen die Kürzungsfaktoren und die Rente erst ab 67 abgeschafft sowie eine solidarische Mindestrente eingeführt werden, die ein Leben in Würde ermöglicht.”

Zimmermann forderte, die Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente ebenfalls abzuschaffen sowie die Niedriglöhne und prekäre Beschäftigung, die “Armutsrenten” Vorschub leisteten, zurückzudrängen.

Egal, ob Männer oder Frauen betroffen sind, Altersarmut macht oft auch einsam. Diakonie-Experte David berichtet von Menschen, die sich deshalb völlig zurückziehen würden. “Das Bittere bei der Grundsicherung im Alter ist, dass die Leute wissen, sie kommen da nicht mehr raus.”

(rt deutsch/dpa)