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„Moskau soll in Trümmern liegen“: Wie Kiew Kinder zu blutrünstigen Nazis erzieht: Da für deutsche Steuergelder

Nach den Maidan-Protesten im Donezbecken wurden ukrainische Radikale nicht nur salonfähig, sondern gar zu nationale Helden gemacht. Mit dem Anstieg der patriotischen Stimmungen gelangten sie in die Machtorgane und erhielten Unterstützung auf höchster Ebene.

Jetzt ist die Zeit gekommen, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Mit der Zustimmung  des Staates beziehungsweise unter seiner Teilnahme befassten sich radikale Nationalisten mit der Erziehung der Jugend. Es entstanden militärpatriotische Sommerlager, wo zehnjährigen Kindern der Kampf mit dem Messer und Schießen beigebracht wird. Junge Ukrainer werden in der Atmosphäre des Hasses gegen Russland erzogen und darauf vorbereitet, die „Moskals“ (Russen) zu töten. Nicht erstaunlich ist, dass einige damit beginnen, die erworbenen Fertigkeiten in die Tat umzusetzen. Das Portal „Lenta.ru“ hat die Besonderheiten der ukrainischen Jugend-Politik analysiert.

Kinder-Umtriebe

„Ihm wurde der Bauch aufgeschnitten – das Messer hineingestochen und nach oben gezogen, sodass seine Organe herausfielen“, erinnert sich der Roma-Junge Ratscha Pap auf dem Krankenhausbett daran, wie eine Bande von Jugendlichen seinen Bruder tötete. Ihm wurde selbst mehrere Male ein Messer in den Rücken gerammt. Wie durch ein Wunder blieb er am Leben. Einige seiner Kameraden wurden mit dem Hammer verprügelt.

Die Sinti und Roma wurden in der Nacht auf den 24. Juni dieses Jahres Opfer gewaltsamer Attacken in Lwiw in der Westukraine. In den vergangenen zwei Monaten war es bereits der sechste Angriff auf Sinti und Roma, doch der erste, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Verübt wurde er von einem 20-jährigen Jugendlichen, die unmittelbaren Vollzieher waren zwischen 16 und 17 Jahre alt.

Die Angreifer gehörten zur Neonazi-Gruppierung, die mal „Nüchterne und böse Jugend“, mal „Lemberg-Jugend” genannt wurde. Zudem nutzten die Teenager auch die Symbole der in Russland verbotenen Neonazi-Gruppierung Misanthropic Division, die im Jahr 2013 von Charkower Fußballfans gebildet worden war. Mit Kriegsbeginn im Donbass traten viele Mitglieder dem Neonazibataillon „Asow“ bei (ebenfalls in Russland verboten). Die Mitglieder der Gruppierung äußern sich auf ihren Seiten in sozialen Netzwerken äußert negativ über Juden, Schwarze sowie Muslime und greifen oft zu Nazi- sowie rassistischen Äußerungen.

Der Krieg im Donbass und die damit unmittelbar verbundene Idee der Bekämpfung der „russischen Aggression“ beeinflussten die Radikalisierung der ukrainischen Gesellschaft stark. Der Staat beauftragte den aktivsten Teil der Gesellschaft, radikale Nationalisten, sich mit der patriotischen Erziehung zu befassen. Doch mit sehr bescheidenen Kenntnissen und mangelhafter Erfahrung im Erziehungsbereich griffen die letzteren zu einem einzigen ihnen verständlichen Instrument – dem Trainingslager.

Die militärpatriotischen Lager gab es in der Ukraine auch schon vor den Maidan-Protesten. Sie befanden sich vorwiegend in der Westukraine, wo bis heute Nazi-Kollaborateure aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gerühmt werden. Die einheimischen Behörden und hochrangige Beamte finanzieren häufig die Tätigkeit solcher Lager.

2012 wurde unter der Teilnahme und mit der Unterstützung des ehemaligen Chefs des Sicherheitsdienstes der Ukraine SBU Walentin Naliwajtschenko das Sommerlager der in Russland verbotenen Gruppierung „Bandera-Dreizack“ eingerichtet. Das militärpatriotische Camp im Gebiet Ternopol war nicht nur für Jugendliche vorgesehen, auch wenn sie einen bedeutenden Teil darstellten. In einem YouTube-Video ruft Naliwajtschenko „wahre ukrainische Patrioten zum Kampf für die ukrainische Ordnung auf“. Ausgebildete Kämpfer, Uniform, strenges Kommandosystem – das alles ließ kaum daran zweifeln, wie genau sie um diese Ordnung kämpfen würden.

Jedem das Seine

Nach den Ereignissen im Jahr 2014 wurden die militärpatriotischen Lager auf ein neues Niveau gehoben. Eltern konnten für ihr Kind je nach Niveau der Radikalisierung der politischen Ansichten ein Sommerlager auswählen.

Am bekanntesten ist wohl das Lager „Asowez“, das auf Initiative des Anführers von Asow und der Partei „Nationaler Korps“ Andrej Bilezki gebildet wurde. 2015 wurden acht Schüler aufgenommen – jetzt 50 bis 70 Kinder pro Schicht. 2017 besuchten 465 Kinder und Jugendliche „Asowez“. 37 Prozent der Teilnehmer waren zwischen sieben und elf und 49 Prozent zwischen zwölf und 14 Jahre alt.

Die Behörden zeigen sich kaum darüber beunruhigt, dass die Kinder in radikale Gruppierungen einbezogen werden. Im Gegenteil – eine solche Beschäftigung wird aktiv unterstützt. In diesem Jahr gewann „Asowez“ den Wettbewerb der Projekte der nationalpatriotischen Erziehung des Jugend- und Sportministeriums der Ukraine. Die Finanzierung ist mit etwa 200.000 Rubel nicht groß, doch ein wohlwollendes Verhalten des Staates ist zu erkennen.

Die „Asowez“-Organisatoren versprechen ihren Gästen „physische Aktivitäten, die Senkung der Abhängigkeit von Gadgets, neue Eindrücke, eine Erweiterung des Blickfeldes, neue Freunde und Hobbys“. Kinder werden mit Robotertechnik-Workshops, Wettbewerben und einem Kletterpark angelockt.

Das Lager befindet sich am Rande Kiews. Zwar ist es das bekannteste, aber nicht das einzige. „Asow“ hat auch ähnliche Camps in Charkow, Dnepr, Tschernigow, Tscherkassy und Saporoschje.  Laut der geografischen Präsenz setzt „Asow“ vor allem vorwiegend in russischen und russischsprachigen Regionen des Landes auf Expansion.

Auch andere radikale Gruppierungen verfügen über Jugendlager. Dem in Russland verbotenen „Rechten Sektor“ gehört das Lager „Tschota“. Dort werden Kinder ab zehn Jahren aufgenommen.

Der „Rechte Sektor“ setzt ebenfalls auf russischsprachige Regionen. „Tschota“ liegt im Gebiet Odessa. Wie es auf seiner Facebook-Seite heißt, werde den Kindern folgendes angeboten: Unterricht zum Überleben unter extremen Bedingungen, Schießen, Vorlesungen über die Geschichte der Ukraine und militärpatriotische Erziehung gemäß „ukrainischen nationalen Traditionen“.

Für die kleinsten Teilnehmer (ab vier Jahren) gibt es das Lager „Karpaten-Legion“ im Gebiet Iwano-Frankowsk. Hier wird der Nachwuchs mit Unterstützung der SBU und Donbass-Kriegsveteranen im Umgang mit Waffen geschult und erlernt zudem Überlebensregeln nach Methoden der in Russland verbotenen „Ukrainischen Aufständischen Armee“. Die Teilnehmer sind in Zelten untergebracht und kochen ihr Essen auf offenem Holzfeuer.

Das 14-jährige Mädchen „Ksena“ erzählt, sie besuche bereits zum vierten Mal das Camp. Ihr gefalle es,  den Umgang mit Waffen zu lernen. Neben Kalaschnikow-Gewehren würden dort Minenwerfer und Panzerabwehrraketen vorgeführt.

„Moskals schlagen, Leichen aufeinanderlegen!“

„Welches Motto haben wir? Wir sind Kinder der Ukraine! Möge Moskau in Trümmern liegen, scheiß drauf! Wir werden die Welt erobern! Tod, Tod den Moskals!“, sagt ein acht oder neun Jahre alter Junge aus dem Lager „Asowez“ über die Werte des Lagers in einem Dokumentationsfilm des US-Senders NBC.

Er erinnert an Gleichaltrige aus den Trainingslagern des Islamischen Staates*. Die Ähnlichkeiten mehren sich noch weiter, wenn man erfährt, dass in einem anderen Lager des Bataillons „Asow“ – „Sloboschanine“ – Kindern ab sieben Jahren der Umgang mit Waffen, Nahkampf und Messerkampf beigebracht werden. Nur die Puppen fehlen, an denen in IS-Lagern das Kopfabschneiden geübt wird.

Jeder Teilnehmer der „Asow“-Lager erhält zu Beginn ein Modell des Kalaschnikow-Gewehrs. „Das automatische Gewehr hat im Lager nicht den direkten Kontext, dass es eine Angriffswaffe ist“, heißt es auf der Webseite eines Lagers. Das Hauptziel sei, Kindern Verantwortung beizubringen. „Die Hauptaufgabe für unsere Zöglinge ist, es nicht zu verlieren (in zwei Wochen schaffen das nicht alle)“.

Allerdings lassen Aufnahmen aus dem Lager Zweifel aufkommen. Den Zöglingen wird der Zusammenbau von echten Gewehren beigebracht. Mit Waffen in den Händen üben Kinder taktische Armee-Griffe. Zudem wird ihnen praktischer Unterricht in den Bereichen Militärtechnik, Feldmedizin und Überwindung eines Hindernisparcours nach Nato-Standards angeboten.

Eine bedeutende Rolle im Lagerprogramm spielt die Ideologie. „Moskals schlagen! Moskals schlagen! Leichen aufeinanderlegen!“, ein Junge spricht in einem NBC-Film über die wichtigsten Werte des „Asowez“-Camps. „Wir erobern die Krim und danach Kuban zurück und werden die russische Scheiße vertreiben!“. Die Kadetten wiederholen die Ansagen im Chor.

Dass sie in der Zukunft gute Kämpfer für das „Asow“-Bataillon sein werden – daran gibt es keine Zweifel. Die Psyche von Kindern ist formbar, die notwendigen Werte werden sehr schnell gebildet. In solchen Lagern fühlt sich ein Kind besonders, ausgewählt für den Schutz der Heimat. Wenn Menschen von klein auf Ansichten im Geiste des Hasses gegen Russland und Kampf gegen die „russische Aggression“ beigebracht werden, haben sie einfach keinen alternativen Weg.

Gleichzeitig mit dem Wunsch „Russen zu töten“ werden bei den Camp-Teilnehmern horizontale Verbindungen gebildet. Nach dem Lager bleiben die Kinder Freunde und haben gemeinsame Pläne. Im jungen Alter aufgebaute Beziehungen gelten als die stärksten.

Deswegen sind die 465 Kinder, die 2017 das „Asowez“-Lager besuchten, jetzt nicht einfach Kinder. In fünf bis sieben Jahren könnten sie eine Grundlage für einige „Asow“-Kompanien beziehungsweise ein einzelnes Bataillon bilden – ein zusammengeschlossenes und ideologisch vorbereitetes. Ist das nicht ein Beispiel des Islamischen Staates*, der Kalifat-Löwchen in Kampfhandlungen einsetzt?

Das Volk wird umgarnt

Doch der Kampf der ukrainischen Radikalen um die Seele und Geiste der Jugendlichen beschränkt sich nicht mit Sommerferien. „Asow“ bildet de facto das ganze Jahr Jugendliche aus. Die Schüler können auch in den Herbst- und Frühjahrs-Ferien in das Lager kommen, oder einfach über das Wochenende.

Beispielsweise erhielten die Schüler in Kiew eine Einladung, das Wochenende in „Asowez“ zu verbringen. Glückliche Schüler und zufriedene Eltern – das ist die Grundlage einer erfolgreichen Anwerbung in die Reihen der radikalen Gruppierung.

Für ältere Kinder sind weitere Optionen vorgesehen. „Als ich 16 war, verbrachte ich etwa ein halbes Jahr in Sokol. Das ist eine Art rechter Sektor für Heranwachsende“, erzählt Oleg (der Name wurde geändert) aus der 11. Klasse über seine Erfahrung in einer radikalen Gruppierung für Jugendliche.

Oleg stammt aus einer wohlhabenden russischsprachigen Familie. Ihm zufolge zog es ihn aus ideellen Gründen in die radikale Gruppierung. Er wollte sich unter patriotischen Gleichaltrigen befinden, die sich um das Schicksal der Ukraine kümmern. Gemeinsame Szenen und Sportunterricht wechselten sich mit Angriffen gegen Kaukasier, Schwule und jene ab, die sie als Separatisten bezeichnen.

Junge Schicht

Die aktive Propaganda der radikalen Gruppierungen unter Jugendlichen trägt Früchte. Neben Hassverbrechen kommt es auch zu gewöhnlichen kriminellen Vorfällen.

Der 14-jährige Sohn des Abgeordneten der Obersten Rada von der Radikalen Partei, Igor Popow, Bogdan, wurde im November 2017 bei der Plünderung eines Geschäfts erwischt. Er drohte den Verkäufern und Besuchern mit Waffen, aus der Kasse wurden von ihm und seinem Komplizen 2000 Griwnas mitgenommen. Anschließend nahm sie die Polizei fest. Im Mai wurden minderjährige Räuber zu fünf Jahren bedingter Haftstrafe mit einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt.

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Dieser Vorfall könnte ein weiteres Beispiel eines schlemmerischen Verhaltens eines Heranwachsenden aus einer wohlhabenden und einflussreichen Familie sein, doch in diesem Fall ist etwas anderes interessant. Der 14-jährige Bogdan war Aktivist des Nationalen Korps und organisierte sogar eine eigene „patriotische Organisation mit Elementen des weißen Nationalismus“. Bis vor kurzem moderierte er im sozialen Netzwerk VKontakte die Gruppen „Wütender Arier“ und „Schwarze Sonne“, wo er nazistische, chauvinistische und Fremdenhass enthaltende Postings veröffentlichte. Dazu gehörten Statements über die „genialen Ideen“ Hitlers und eigene Fotos mit Nazi-Gruß.

Der Mord an einem Roma-Jungen durch Jugendliche aus Misanthropic Division ist gar nicht der einzige und wohl nicht der letzte Fall eines solchen gewaltsamen Aktes. Die nach radikalen Ideen erzogenen Jugendlichen werden früher oder später ihre Fertigkeiten anwenden. Soll man auf das wehrpflichtige Alter warten, wenn die „Feinde der Ukraine“ nicht nur an der Front gefunden werden können?

*„Islamischer Staat“, eine in Russland verbotene Terrororganisation