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„Alles ist schiefgelaufen“ – US-Milliardär sagt globale Finanzkrise voraus

Das Wachstum des US-Dollars und der Kapitalabfluss aus Schwellenländern können laut dem US-amerikanischen Milliardär George Soros zu einer globalen Finanzkrise führen.

Der Austritt Washingtons aus dem Atomabkommen mit dem Iran sowie die Zerstörung der transatlantischen Allianz zwischen der EU und den USA würden „unbedingt negative Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft haben und zu ernsthaften Erschütterungen in diesem Bereich führen“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg Soros.

„Alles, was schief gehen kann, ist schiefgegangen“, sagte Soros mit Hinweis sowohl auf die Flüchtlingskrise und Sparpolitik, die Populisten an die Macht katapultierten, als auch auf die vom Brexit ausgelöste  „territoriale Desintegration“.

„Es ist nicht mehr bildlich gemeint, dass Europa in existenzieller Gefahr ist. Es ist die harte Realität“, so Soros.

Wie der Milliardär ferner betonte, sollte Europa zuerst einen „Marshall-Plan“ für Afrika entwickeln und ihn finanzieren, um den Migrationsdruck zu verringern. Er habe ebenso vorgeschlagen, die EU umzugestalten und die Möglichkeit zu erwägen, ob die EU-Länder auf die Verpflichtung verzichten könnten, der Euro-Währungszone beizutreten.

Am 15. Mai hatte die Stiftung „Open Society Foundations“ des US-Milliardärs George Soros den Umzug ihres Hauptquartiers aus der ungarischen Hauptstadt Budapest nach Berlin angekündigt. Dies sei auf zunehmende politische und gesetzliche Repressionen durch die ungarische Regierung zurückzuführen, heißt es in einer Pressemitteilung des Fonds.

Im Februar war bekannt geworden, dass die Stiftung „Open Society Foundations“ bereit sei, einen Betrag von 100.000 Pfund Sterling (umgerechnet 140.000 US-Dollar) für die Kampagne „Best for Britain“ bereitzustellen, die den EU-Austritt Großbritanniens verhindern wolle.

(Sputnik)