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Papst-Vertrauter und Vatikan-Finanzchef kommt wegen Missbrauchsvorwurf vor Gericht

Der bisherige Finanzchef des Vatikans, Kurienkardinal George Pell, wird sich in seiner Heimat Australien wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht verantworten müssen.

Vatikan-Finanzchef George Pell muss sich wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs vor Gericht verantworten.

Wie das Gericht im australischen Melbourne am Dienstag entschied, muss sich Pell in mindestens einem Anklagepunkt verantworten.

Pell ist der bislang ranghöchste katholische Geistliche, der wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht steht. Der Kardinal soll sich vor Jahrzehnten sexueller Misshandlungen schuldig gemacht haben. Er weist die Vorwürfe zurück.

Der Australier ist die inoffizielle Nummer drei in der Hierarchie des Vatikans.

Der ehemalige Erzbischof von Sydney war 2014 von Papst Franziskus zum Finanzchef des Kirchenstaates ernannt worden. Der Papst hat ihn vom Dienst freigestellt, damit er sich in seinem Heimatland den Vorwürfen stellen kann. (afp)