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Schweizer Institut: „Keine Beweise für Giftgas-Einsatz in Duma“

Das „Basel Institute of Commons and Economics“ hat am Dienstag kritisiert, dass es keine Beweise für einen Giftgas-Einsatz der syrischen Armee gegen Zivilisten in der Stadt Duma gebe. Das Schweizer Forschungsinstitut stützte sich dabei auch auf die US-Fernsehstation OANN, die Bewohner der Stadt und Ärzte befragt hatte. Der TV-Bericht zeige, dass keinerlei Evidenz für einen solchen Angriff vorliege.

„Die Angriffe der USA, Englands und Frankreich auf Syrien sind daher illegal und beschädigen die Sicherheits- und Untersuchungsmechanismen der Vereinten Nationen“, hieß es am Dienstagabend in einer Aussendung des Instituts. Um einen Frieden in Syrien zu erreichen, müssten daher alle militärischen Maßnahmen außerhalb der UN-Charta unterlassen werden. OANN (One America News Network) ist ein konservativer Kabel-TV-Sender, der US-Präsident Donald Trump an sich durchaus wohlgesonnen ist.

Chemiewaffenexperten in Duma eingetroffen
Nach mehrtägiger Verzögerung sind Experten der Chemiewaffen-Organisation OPCW nach einem Bericht des syrischen Staatsfernsehens am Dienstag in Duma eingetroffen. Sie sollen dort Proben eines mutmaßlichen Giftgas-Angriffs sichern. Von westlicher Seite wurde die Ankunft der Experten, die für Mittwoch erwartet war, zunächst nicht bestätigt.

Kurz vor dem Fernsehbericht äußerte sich Frankreich noch besorgt, dass Beweise für eine Giftgas-Attacke syrischer Einheiten gegen die Bevölkerung verschwinden könnten, wenn die Inspekteure nicht rasch ihre Untersuchungen in der einstigen Rebellen-Bastion aufnehmen könnten. Der mutmaßliche Einsatz hatte eine Vergeltungsaktion der USA gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien nach sich gezogen.

Quelle:krone.at