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„Briten direkt an Giftgasangriff beteiligt“

Diese Aufnahme aus Douma zeigt, wie von dem mutmaßlichen Giftgasangriff betroffene Menschen mit Wasser abgespült werden.
Bild: APA/AFP/Douma City Coordination Committee/HO

Wie berichtet, beschuldigen die USA das Regime von Bashar al-Assad, sein Volk mit Giftgas angegriffen zu haben. Frankreich will sogar im Besitz von Beweisen für eine Urheberschaft der syrischen Armee sein. Während ein Expertenteam der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen am Wochenende seine Arbeit in der Stadt Douma aufnehmen wird, wo am vergangenen Wochenende Dutzende Menschen an den Folgen eines Chemiewaffenangriffs gestorben sein sollen, hieß es am Freitag aus Russland, die britische Regierung stecke hinter dem inszenierten Giftgasangriff.

Ein Sprecher der russischen Armee gab an, „Beweise“ zu haben, die eine „direkte Beteiligung Großbritanniens an der Organisation dieser Provokation in Ost-Ghouta belegen“. London habe bei der Inszenierung des mutmaßlichen Giftgasangriffs „starken Druck“ auf die Zivilschutzorganisation der Weißhelme ausgeübt. Konaschenkow führte aus, den Weißhelmen sei gesagt worden, dass die islamistischen Kämpfer der Organisation Jaish al-Islam vom 3. bis 6. April Damaskus mit Artillerie beschießen würden. Darauf würden die Regierungskräfte reagieren, was wiederum die Weißhelme für ihre „Provokation“ nutzen sollten.

„Verfügen über Interviews von direkt an Erstellung der Videos beteiligten Personen“
Moskau verfüge über „Interviews von direkt an der Erstellung von Videos beteiligten Personen“, mit denen habe glauben gemacht werden sollen, dass es einen Chemiewaffenangriff gegeben habe. Einwohner der mittlerweile von syrischen Regierungstruppen eingenommenen Stadt Douma hätten „detailliert erzählt, wie die Videoeinstellungen vonstatten gingen und an welchen Episoden sie teilgenommen“ hätten. Eines dieser von den Weißhelmen in sozialen Medien veröffentlichten Videos finden Sie unten.

Die “Weißhelme” der Syrian Civil Defense bei der Arbeit
Bild: Syrian Civil Defense White Helmets

Zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow mitgeteilt, es gebe Beweise, wonach der mutmaßliche Chemiewaffenangriff in Syrien mit Hilfe eines ausländischen Geheimdienstes inszeniert worden sei. „Wir haben unwiderlegbare Beweise dafür, dass dies ein weiterer inszenierter Vorfall war“, sagte er. Der Geheimdienst eines „bestimmten Staates, der jetzt an vorderster Front einer anti-russischen Kampagne“ stehe, sei in die Inszenierung verwickelt.

Solche Aufnahmen aus einem Krankenhaus in Duma verbreiten seit Samstagabend Aktivisten und Mitglieder der Hilfsorganisation Weißhelme.
Bild: APA/SYRIA CIVIL DEFENCE/AFP/HO

USA: „Mindestens 50 Chemiewaffenangriffe der syrischen Armee“
Assads Regierung hat nach Schätzungen der USA „mindestens in 50 Fällen Chemiewaffen eingesetzt“, erklärte die US-Botschafterin bei der UNO, Nikki Haley, am Freitag. In anderen Schätzungen sei sogar von 200 Fällen die Rede. Sie sei „unfassbar stolz“, dass US-Präsident Donald Trump nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Douma nicht voreilig einen Militärschlag gegen syrische Truppen angeordnet habe, sagte Haley vor einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrates. „Wenn man Entscheidungen wie diese überstürzt, macht man einen Fehler.“ Ihrem russischen Amtskollegen warf Haley Lügen vor. „Russland kann sich so viel es will über ,fake news‘ beschweren, aber niemand fällt auf dessen Lügen und Vertuschung herein“, sagte Haley.

Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Assad hat US-Präsident Donald Trump laut eigenen Worten noch „keine endgültige Entscheidung“ über einen Raketenangriff auf syrische Infrastruktur getroffen. Die US-Regierung werte weiter Geheimdiensterkenntnisse aus und führe Gespräche mit ihren Partnern und Verbündeten, teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders am Freitag mit. Trump hatte am Mittwoch zunächst einen Raketenangriff der US-Streitkräfte in Syrien angekündigt, seine Drohung später aber relativiert.

krone.at

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