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Sozialarbeiterin vergewaltigt? Gericht spricht Asylbewerber frei

Dresden. Bleibt ein schreckliches Verbrechen ungesühnt? Weil am Ende Aussage gegen Aussage stand, spricht das Gericht den 21-jährigen Asylbewerber Omar A. frei. Für diverse andere Straftaten, darunter zehn Diebstähle, wurde er zur Bewährung verurteilt.

Mittwoch wurde Omar A. (21) vom Dresdner Landgericht gleich wegen mehrer Delikte verurteilt: 15 Monate auf Bewährung wegen Diebstahls in zehn Fällen, Drogenbesitz (zwei Fälle) und Schwarzfahrens. Für die Hauptsache aber, weswegen der Flüchtling aus Syrien angeklagt war, sprach ihn das Gericht frei.

Laut Ermittler sollte sich Omar vergangenen November ausgerechnet an seiner Sozialhelferin (44) sexuell schwerstens vergangen haben.

Die Nachricht hatte damals ganz Dresden erschüttert (TAG24 berichtete). Nach dem, was bekannt geworden war, hatte die engagierte Sozialhelflerin ihren Schützling Omar A. in dessen Gorbitzer Wohnung aufgesucht.

Was dort dann geschah, bleibt für die Öffentlichkeit weiter unklar. Denn der Prozess fand – vor allem zum Schutz des mutmaßlichen Opfers – hinter streng verschlossenen Türen statt.

Die Sozialarbeiterin hatte den Flüchtling angezeigt. Die Beweisführung dürfte vor Gericht allerdings schwierig gewesen sein – schließlich gab es keine Tatzeugen. Wenn ein Täter leugnet, steht Aussage gegen Aussage.

Ohne weitere Beweismittel müssen Richter bei nicht auszuräumenden Zweifeln aber freisprechen – „in dubio pro reo“, im Zweifel für den Angeklagten. Wie es in diesem Fall war, bleibt zunächst das Geheimnis der Justiz. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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