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Am Beispiel von SPIEGEL-Autor Nils Minkmar Das linksliberale Problem mit der Umvolkung

Von WOLFGANG HÜBNER | Wie ignorant und dumm darf eigentlich eine sogenannte Edelfeder im linksliberalen Sturmgeschütz des sogenannten „Qualitätsjournalismus“ daherschreiben? Die Antwort: Unbegrenzt ignorant und dumm. Der Beweis: Die aktuelle „Spiegel“-Ausgabe Nr. 14/2018, Seite 112. Dort abgedruckt ist Nils Minkmars Debattenbeitrag „Der andere Camus“ mit den Unterzeilen: „Wird Europa von Fremden erobert? Erleben wir einen ‚Bevölkerungsaustausch‘? Über die rasante Karriere eines rechten Kampfbegriffs“. Minkmar, vormals bei ZEIT und FAZ beschäftigt, ist offensichtlich beunruhigt über den Erfolg des Manifests „Erklärung 2018“, das sich gegen Masseneinwanderung und für Grenzkontrollen ausspricht.

Der gebürtige Saarländer, familiär bedingt mit deutscher wie französischer Staatsbürgerschaft, macht keinen Hehl daraus, nichts von Realitätsbeschreibungen wie „Umvolkung“ oder „Bevölkerungsaustausch“ zu halten. Für ihn sind das rechte Parolen, Kampfbegriffe, Verschwörungstheorien eben. Doch hat Minkmar immerhin erkannt, dass dieses Thema „wirkungsmächtig“ ist und wie kein anderes Thema „im Lager jenseits der politischen Mitte eine solche Dynamik entfaltet“. Für einen wackeren Linksliberalen der „politischen Mitte“ wie Minkmar wird es also Zeit, mit dieser faulen rechten Begriffspropaganda aufzuräumen.

Da eine „Edelfeder“ wie er sich ungern von Daten und Fakten oder gar der in jeder deutschen Großstadt hautnah erlebbaren Realität irritieren lässt, entwickelt Minkmar eine ganz eigenwillige Beweisführung zur Widerlegung der Umvolkung, denn er schildert seine Eindrücke beim Überqueren der deutsch-französischen Grenze bei Saarbrücken. Das liest sich so: „Aber man entdeckt nichts, es herrscht die glorreiche Normalität des kleinen Grenzverkehrs. Keine wüsten Lager von Migrantenhorden, keine Massen, keine Krise. Und die Staatsmacht? Geht in deutsch-französischen Teams durch die Gänge des Zuges und bemüht sich, nicht immer nur Personen mit dunkler Hautfarbe zu kontrollieren.“

Unglaublich, aber wahr: Mit dieser polemisch kommentierten Beobachtung, der auch noch politischer korrekter „Antirassismus“ beigemengt ist, will Minkmar all das für ihn rechte Gerede von „Umvolkung“ und „Bevölkerungsaustausch“ schlüssig widerlegt haben! Später im Text zitiert er zwar noch auftrumpfend einen französischen Soziologen, der angeblich mit Statistiken bewiesen habe, „ein Bevölkerungsaustausch findet nicht statt, ist nicht geplant und auch nicht möglich“. Doch unsere Edelfeder macht sich nicht die Mühe, die sehr gewagte Argumentation seines Kronzeugen dem Leser näher darzulegen. Das verwundert schon deshalb nicht, weil Minkmar offenbar noch nicht mal weiß oder wissen will, was in der gleichen Ausgabe jenes Magazins steht, bei dem er sein Geld als Redakteur verdient: Auf den Seiten 36 bis 39 der „Spiegel“-Ausgabe Nr. 14/2018 steht nämlich ein durchaus informativer Bericht über die katastrophale Situation an vielen Grundschulen in Deutschland.

Diese Situation ist gekennzeichnet von einem immer größeren Anteil von Grundschülern aus Familien, in denen nicht oder kaum Deutsch gesprochen wird. Würde sich Minkmar für dieses Problem näher interessieren, könnte er rasch in Erfahrung bringen, dass in vielen Orten Kinder mit deutscher Muttersprache in Grundschulklassen nur noch eine Minderheit oder schon gar nicht mehr vorhanden sind. Diese Kinder würde Minkmar umso zahlreicher in all den Privatschulen finden, in die linksliberale Redakteure und Angehörige der „politischen Mitte“ bevorzugt ihren Nachwuchs schicken. Aber das würde Minkmar mit einem brisanten sozialen Problem belasten, das man in seinen Kreisen nicht allzu gerne thematisiert.

Dort will man lieber den ruhmreichen „Kampf gegen Rechts“ und entsprechendes Gedankengut ausfechten. Denn dort ist man längst mit Bundestagspräsident Schäuble der Auffassung, „nicht den Gang der Geschichte aufhalten“ zu können, also die Verwandlung des deutschen (und französischen) Volkes in eine multiethnische Gesellschaft mit immer größerer moslemischer Schlagseite. Den sich nun breiter formierenden Widerstand gegen diese verhängnisvolle Entwicklung empfinden Minkmar und Co. nicht nur als lästiges Hindernis auf ihrem Weg ins kunterbunte Multikulti-Paradies, sondern inzwischen auch als bedrohlich und gefährlich.

Minkmar formuliert diese Sorge am Ende seines Textes so: „Die Spielregeln der Republik sind dort außer Kraft gesetzt, wo man sich auf ein überstaatliches, ein angeblich kulturelles, letztlich nur durch Hautfarbe begründetes Widerstandsrecht beruft. Es ist eine Kampfansage von nicht zu unterschätzender Brisanz, denn jemand, der in seiner Vorstellungswelt um alles kämpft, erlaubt sich auch alles.“ Im Klartext sagt der „SPIEGEL“-Schreiber: Wer sich gegen die Umvolkung wehrt, stellt sich außerhalb der “Spielregeln der Republik“, der ist folglich ein Feind der Republik. Und dieser Feind ist dazu fähig und bereit, ‚sich alles zu erlauben‘, in letzter Konsequenz also durchaus auch terroristische Aktivitäten, um den Bevölkerungsaustausch zu verhindern.

Was Minkmar im Sinn hat, aber nur andeutet, ist also nicht nur die Diskriminierung, sondern die präventive Kriminalisierung des Widerstands gegen die laufende Umvolkung. Er hat das Bürgerkriegspotential in diesem existenziellen Konflikt erkannt. Und mit dieser Erkenntnis liegt er richtig. Es werden sich im Prozess der Umvolkung noch weit tiefere Gräben auftun als es ohnehin schon der Fall ist. Auf welcher Seite linksliberale Universalisten wie Minkmar stehen, sollte klar sein. Auf welcher Seite die Deutschen in ihrer Mehrheit stehen werden, ist noch ungewiss. Gewiss ist jedoch: Auf der Seite der Umvolker werden sie ihre nationale und kulturelle Identität nur verlieren können.