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Politik und Kirche stellen sich im Diskurs über die Überlebensfrage gegen das Volk Die Mehrheit hält die Islam-Debatte für wichtig

WELT-Barometerergebnis am Ostermontag um 12.45 Uhr: 71 Prozent halten die Islam-Debatte für wichtig

Von JUPITER | Die Debatte, ob der Islam zu Deutschland gehört, sei unwichtig, versuchen Prominente aus Politik und Kirche neuerdings der Öffentlichkeit einzureden. Die WELT wollte es genau wissen und befragte über Ostern ihre Leser mittels Meinungs-Barometer: „Interessiert Sie die Debatte um den Islam noch?“ Die eindeutige Antwort: Über 70 Prozent der Teilnehmer antworteten mit „Ja, das ist ein wichtiges Thema“.

Was trifft, das trifft auch zu, weiß der Volksmund. Die Elite reagierte entnervt auf Innenminister Horst Seehofer, der die Debatte vor Ostern noch einmal auf den Punkt gebracht und sich damit gegen die Kanzlerin gestellt hatte: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland!“. Altparteien-Vertreter wie Christian Lindner (FDP, „überflüssig“), Andrea Nahles (SPD, „alte Debatte“) und Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz (CDU, „bringt uns nicht weiter“) geiferten reflexhaft. Am Ostermontag legte Norbert Röttgen (CDU) nach: „Die taktisch motivierte Debatte muss ein Ende haben“. Selbst „dahoam“ bekam Seehofer Saures. Der katholische Oberhirte Kardinal Reinhard Marx warf sein pastorales Schwergewicht in die Karfreitagsbotschaft und erklärte die Islam-Debatte kurzerhand für „nicht weiterführend“. Der Moslem an sich müsse zuerst als Mensch betrachtet werden, dann nach seinen Eigenschaften, so der Kirchenfürst dem Sinne nach.

Der Debatten-Totschlag von Lindner, Röttgen, Nahles, Marx & Co. kommt just zu einer Zeit, als klar ist, dass 76 Prozent der Deutschen den Islam als nicht zugehörig zu Deutschland erachten. Das „juste milieu“ hat erkannt, dass es die Meinungsführerschaft in der Islam-Zugehörigkeits-Debatte verloren hat und sich argumentativ in der Sackgasse befindet. Was liegt näher, als einen Gang runter zu schalten, die Debatte nach Gutsherrenart für überflüssig, das heißt, für beendet zu erklären und sich mit einem methodischen Schachzug aus dem Dilemma zu befreien.

Soll heißen: Die Islam-Betrachtung in toto ist out, weil total undifferenziert, die neue Sichtweise sind fünf Millionen Muslime in Deutschland als „Menschen“ mit all ihren Eigenschaften, wie es Kardinal Marx gerne möchte. Wer sich also künftig ein Urteil über die islamische Religion erlauben will, ist gehalten, sich dem Moslem als Individuum zu nähern, vermutlich mit 60 Geschlechtsidentitäten. Terror, Messerattacken, Vergewaltigungen, Mord und Totschlag sind dann wohl alles als Einzelfälle, im Zweifelsfalle als vereinzelte Einzelfälle zu betrachten. Mit anderen Worten: die Ablehnung des Islam als gewalttätige Religion verstößt automatisch gegen Religionsfreiheit, ist mindestens rassistisch, wenn nicht gar Schlimmeres.

Die Forderung „Schluss mit der Islam-Debatte“ ist ein dreister Schlag ins Gesicht der Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Denn die „Islam-Debatte“ umfasst nicht nur die Auseinandersetzung mit der kulturellen und religiösen Identität der Zuwanderer, die keineswegs abgeschlossen ist. Sie beinhaltet auch weitere nach wie vor ungeklärte Eckpunkte der Zuwanderung – als da sind: die Frage nach der Obergrenze, die Frage der offenen Grenzen, die Frage der Abschiebungen. Um nur einige zu nennen.

Die Forderungen von Röttgen und anderen setzt die positive Akzeptanz vorgenannter Grundfragen voraus. Sie impliziert wie selbstverständlich, dass Deutschland weiterhin alle „Flüchtlinge“, ob rechtmäßig oder nicht, aufnimmt. Sie impliziert, dass diejenigen, die es geschafft haben, ob illegal oder nicht, hierbleiben dürfen und integriert werden müssen.

Nachdem es die Regierungsparteien nicht geschafft haben, die lästige Islam-Debatte mit anderen Themen zu überdecken – man denke an das „Digitalisierungs“-Thema – versucht sie es jetzt mit Basta-Rhetorik und Drohung. Schluss mit der Debatte und Beschädigung von Abweichlern. Die Meinung der Bevölkerung zählt für sie nicht, denn die hat ja mehrheitlich eine andere Meinung zu Ja oder Nein der Islam-Debatte.