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Plus 670 Prozent! Dramatischer Anstieg von Vergewaltigungen

Leipzig, Sachsen. In der Region Leipzig gibt es einen dramatischen Anstieg von Sexualstraftaten. Die Zahl der Vergewaltigungen und Fälle besonders schwerer sexueller Nötigung stieg um 670 Prozent!

Plus 670 Prozent! Dramatischer Anstieg von Vergewaltigungen in Leipzig

Zahl der Vergewaltigungen in Leipzig erschreckend gestiegen

Von Alexander Bischoff

Leipzig – In der Region Leipzig gibt es einen dramatischen Anstieg von Sexualstraftaten.

Wie aus der am Montag von der Polizei veröffentlichten Kriminalstatistik hervorgeht, wuchs die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung innerhalb von zwei Jahren um 30 Prozent an – auf 676 Fälle!

Die Zahl der Vergewaltigungen und Fälle besonders schwerer sexueller Nötigung stieg gar um 670 Prozent – von 23 auf 154!

Dramatischster Fall war im Juni die Entführung einer 12-Jährigen auf offener Straße. Der Täter (36), der das Mädchen in einem präparierten Transporter brutal vergewaltigte, wurde im November zu sechs Jahren und elf Monaten Haft verurteilt.

Mit einer Aufklärungsquote von 82 Prozent konnte 2017 das Gros der Sexualstraftäter ermittelt werden.

Der enorme Anstieg bei Vergewaltigungen und schweren sexuellen Nötigungen geht wesentlich auf das nach den Kölner Silvester-Übergriffen 2016 verschärfte Sexualstrafrecht zurück.

Über 100.000 Straftaten! Wird Leipzig noch krimineller?

Polizeipräsident Bernd Merbitz: Darum wird Leipzig in Zukunft krimineller

Leipzig – Die Anzahl der Kriminaldelikte ist im vergangenen Jahr in Leipzig deutlich zurück gegangen. Doch die Polizei warnt vor Euphorie.

Die Fälle der Straftaten lag 2017 in der Messestadt bei 105.907. Das waren über 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf 100.000 Einwohner kamen 10.226 Taten (Vorjahr: 11.587). Auch im Landkreis Leipzig und im Landkreis Nordsachsen sank die Zahl der Kriminaldelikte deutlich. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik der Leipziger Polizei hervor.

Aufgeklärt wurde etwas weniger als die Hälfte der Fälle, nämlich 47,9 Prozent. Tatverdächtig waren Personen aller Altersgruppen: Kinder, Jugendliche, Heranwachsende und Erwachsene. Die Anzahl der Tatverdächtigen, die nicht deutsch waren, sank um 27,2 Prozent auf 8.712 Personen. Sie machten einen Gesamtanteil von 28,3 Prozent aus.

Obwohl auch weniger geklaut und gestohlen wurde (2017: 54.529 Fälle von Diebstahl, 2016: 58.159 Fälle), machen Diebstahlsdelikte noch immer den größten Teil der Straftaten aus. Ihr Anteil lag bei 51,5 Prozent.

Immer häufiger müssen die Beamten im Bereich Rauschgiftdelikte ermitteln. Mit 3.315 Fällen stieg die Anzahl der Straftaten, die unmittelbar mit Drogen im Zusammenhang standen, um satte 35,2 Prozent. Am häufigsten hatten die Dealer und Konsumenten mit Cannabis zu tun.

Polizeipräsident Bernd Merbitz sieht den Rückgang der Fallzahlen insgesamt nüchtern. Denn obwohl es ein großer Erfolg sei, dass die Zahl der Straftaten zurückgegangen ist, rechnet er auch künftig mit Zahlen im sechsstelligen Bereich. „Ein reiner Blick auf das Bevölkerungswachstum lässt mithin nur die Aussage zu, künftig wahrscheinlich mit einem wieder ansteigenden Niveau rechnen zu müssen“, so Merbitz.

Vor allem die Beschaffungskriminalität im Zusammenhang mit Drogenabhängigkeit werde seine Kollegen auch in diesem Jahr wieder stark beschäftigen, ist er sich sicher. Daran könne auch nicht das Aufstocken des Personals etwas ändern: „Letztlich sind es Reaktionen auf örtliche Symptome, die sich im Zuge der Verdrängung andernorts zeigen, weil nicht an der Wurzel der Problemstellung gerührt wird.“

Der Polizeipräsident weiter: „Insofern ist die Polizeiliche Kriminalstatistik generell nicht als ein allein der Polizei obliegender, in die Zukunft gerichteter Auftrag oder als ihr Arbeitszeugnis zu verstehen. Die Polizeidirektion Leipzig ist sich durchaus ihrer Verantwortung bewusst, aber die Fallzahlen können und sollen Bürgern, Institutionen und gesellschaftlichen Akteuren auch ein Anreiz sein, ihre eigene Mitwirkung und präventive Möglichkeiten zu bewerten.“

 

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