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Wolffsohn: „Gewalt gegen Juden geht ausschließlich von Muslimen aus“

BERLIN. Der Historiker Michael Wolffsohn sorgt sich vor einem wachsenden Antisemitismus in Europa durch Moslems. „Wir haben eine immer grösser werdende muslimische Minderheit, die sich radikalisiert“, sagte Wolffsohn der Neuen Zürcher Zeitung.

Er sehe zwar noch keine Gefahr, daß Islamisten in Europa die Macht übernähmen, erläuterte der deutsch-israelische Historiker. Er betrachte es aber mit Sorge, daß die Sicherheitsbehörden in Frankreich und Deutschland nicht auf die Bedrohung durch den Islamismus eingestellt seien.

Ein Problem sei auch, daß die Ursache des wachsenden Antisemitismus nicht klar benannt werde. „Wenn ich mich in meinem jüdischen Bekanntenkreis umhöre, dann sagen alle das Gleiche: Gewalt gegen Juden geht ausschließlich von Muslimen aus.“ In den offiziellen Kriminalstatistiken würden antisemitische Straftaten aber vorrangig als politisch motovierte Kriminalität von rechts einsortiert.

„Gewalttätiger Antisemitismus kommt heute nicht von rechts“

„Viele Vorfälle landen unter dem Stichwort ‘Israel-Palästina-Konflikt’ in einer anderen Statistik, der für politisch motivierte Kriminalität.“ Das könne man als Verschleierung bezeichnen, denn es führe zu einem völlig verzerrten Bild, kritisierte Wolffsohn.

Sicher gebe es auch rechte Antisemiten, wie Beispielsweise den Früheren Chef des Front National, Jean-Marie Le Pen. Dieser habe aber nie zu Gewalt gegen Juden aufgerufen. „Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts.“

Die Bedrohung für Juden in Deutschland komme nicht aus Familien, in denen die Eltern die AfD wählten – eine Partei, die er entschieden ablehne. „Sie kommt aus muslimischen Familien“, betonte Wolffsohn. Er kenne viele Juden, die mit dem Gedanken spielten, auszuwandern.

„Die sind deutlich jünger als ich und sagen, daß sie ihrer Kinder wegen nach Israel ziehen. Andere erzählen, daß sie sie nicht mehr in öffentlichen Kindergärten und Schulen anmelden. Aus Angst vor Prügel und Mobbing.“ Und so, wie es vielen Juden heute schon erginge, könnte es irgendwann auch der Mehrheitsgesellschaft ergehen, warnte der Historiker. Diese habe aber, wie es Michel Houellebecqs in seinem Roman „Unterwerfung“ formuliere, kein Israel als zweite Heimat. (krk)

Quelle:jungefreiheit.de