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Mit höchster Gewalt in den Kopf gerammt … Berlin: Kameruner Killer ersticht Priester mit Regenschirm

Von DAVID DEIMER | Bestialischer Mord in der französisch-katholischen Gemeinde in Charlottenburg: Mit Schirm, aber gänzlich ohne „Charme und Melone“, erstach am Donnerstag ein aus Kamerun stammender Gewalttäter den beliebten Priester Alain-Florent Gandoulou. „Papa Alain“ war für sein großes Herz, seinen Humor und seine Bodenständigkeit bekannt. „Seine Türen, Arme und Ohren waren immer für alle offen gewesen“. Vielleicht zu offen.

Am Donnerstag bereitete sich der 54-jährige „Papa Alain“ nach der Chorprobe in seinem Büro auf die Freitagsmesse vor, als Gemeindemitglieder laute Schreie vernahmen. Der zunächst verbale Streit eskalierte plötzlich – der Mörder ergriff einen Regenschirm und rammte dessen Spitze mit voller Wucht in den Kopf des Pfarrers. Papa Alain war sofort tot.

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Dann flüchtete der „geflüchtete“ Killer zunächst unerkannt aus der Pfarrei in der Schillerstraße, schnell lenkte sich der Verdacht auf den „Kamerun-stämmigen Berliner mit dem Regenschirm“. Am Freitag Mittag schlugen die Fahnder der Mordkommission dann zu und stürmten ein Wohnhaus in Reinickendorf. „Hier nahmen sie auf dem Dachboden den 26-jährigen Mann fest, bei dem es sich mutmaßlich um den Täter handelt“, so ein Polizei-Sprecher. Die Streitursache stand laut Polizei „noch nicht endgültig“ fest, Geld dürfte eine Rolle gespielt haben.

Unterdessen ist die Trauer in der Berliner französisch-sprachigen Gemeinde groß. Papa Alain wurde 1963 in der Republik Kongo geboren. Hier begann er seine Priesterausbildung, hier wurde er auch zum Priester geweiht. Danach arbeitete er als Pfarrer in Afrika und Frankreich, bevor er Oberhaupt der französisch-katholischen Gemeinde in Berlin wurde.

Père Alain – tragisches Ende eines vorbildlichen Priesters in Berlin

Ihm Nahestehende sagen, Père Alain habe immer genauso hart gearbeitet wie er gelacht hat. Mit seiner liebevollen, lustigen, hilfsbereiten und offenen Art sei er sehr beliebt gewesen, erinnern sich Hinterbliebene. Für viele sei er wie ein Vater gewesen. „Er hat sich rührend um uns gekümmert“, sagt eine 40-jährige Frau aus der Gemeinde, die Papa Alain seit Jahren kennt. Nie habe Papa Alain gesagt, dass er keine Zeit habe, auch an seinen freien Tagen habe er „für Bedürftige immer ein offenes Ohr“ gehabt.

Nach den Messen, die er voller Leidenschaft einerseits sowie guter Laune und Humor andererseits abgehalten habe, lud er Gemeindemitglieder regelmäßig zu sich nach Hause ein. Hier sei dann gemeinsam gegessen worden. „Deswegen haben wir ihn Papa Alain genannt“, so die Frau, „weil er wie ein Papa für uns war.“

Die Berliner Kirchengemeinde „Paroisse Catholique Francophone“ gibt es seit 1945 – zunächst als Militärpfarrei, später als normale fremdsprachige Gemeinde für die französischsprachigen katholischen Christen in Berlin und der Umgebung. In Berlin leben über 10.000 Franzosen und einige Tausend französischsprachige Ausländer. Am Sonntag soll in einem Gottesdienst in der Charlottenburger St.-Thomas-von-Aquin-Kirche an den liebenswerten 54-jährigen Alain-Florent Gandoulou erinnert werden.

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