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Doping-Verdacht: 70 Prozent der norwegischen Ski-Medaillengewinner leiden an Asthma

Wie der schwedische Sender SVT berichtete, wurde bei siebzig Prozent der norwegischen Medaillengewinner in Ski-Wettbewerben Asthma diagnostiziert. Der Sender führte eine Untersuchung durch, bei der festgestellt wurde, dass Beta-2-Stimulatoren, die zur Behandlung der Bronchialerkrankung verschrieben wurden, die Muskelkraft der Athleten erhöhen könnten.

Der Sender befragte dazu den Veterinär- und Dopingexperten Peter Kallings von der International Riding Association. Kallings sagte, dass das Medikament Clenbuterol, welches dieselben Wirkstoffe wie Salbutamol und andere Beta-2-Stimulatoren enthält, eine anabole Wirkung auf Pferde ausüben könnte.

Laut Kallings haben zahlreiche von Tierärzten durchgeführte Tests bewiesen, dass Clenbuterol ein effektiver Fettverbrenner ist, der auch beim Aufbau von Muskelmasse hilft. Tiere, die positiv auf Clenbuterol getestet wurden, dürfen nicht an Rennen teilnehmen.

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Morten Hostrup, ein Forscher der Universität von Kopenhagen, erklärte gegenüber SVT, dass bereits sechs Inhalationen eines anderen Asthma-Medikaments – Formoterol – die Sprintgeschwindigkeit erheblich erhöht und die Muskelkraft steigert.

Die norwegische Zeitung VGberichtete, dass 42 von 61 Auszeichnungen, die norwegische Sportler seit den Olympischen Winterspielen 1992 erhalten haben, an Skifahrer gingen, denen es erlaubt war, Asthma-Medikamente einzunehmen.

Laut norwegischen Medien hat das Sportteam des Landes zu den Winterspielen in Südkorea insgesamt 6.000 Dosierungen von Asthma-Arzneien mitgenommen. Das Internationale Olympische Komitee und die Welt-Anti-Doping-Agentur verhalten sich dazu verdächtig bedeckt.

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