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Doberlug-Kirchhain, Brandenburg. Seit Monaten halten gewalttätige Auseinandersetzungen in und um die Flüchtlingsunterkunft in Doberlug-Kirchhain die örtliche Polizei, aber auch die Anwohner in Atem. Händler beklagten Diebstähle und Trinkgelage

Von rund 30 Einsätzen im Monat in einer brandenburgischen Flüchtlingsunterkunft spricht der Polizeichef, dazu gibt es immer wieder Straftaten in der Nähe: In Doberlug-Kirchhain sollen die Behörden nun mehr Unterstützung bekommen.

Syrer will mit Machete ins Zimmer eines Landsmanns
Doberlug-Kirchhain. Wenige Stunden vor dem Besuch von Innenminister Karl-Heinz Schröter am Mittwoch in der Erstaufnahmeeinrichtung in Doberlug-Kirchhain, hat es dort eine weitere Auseinandersetzung zwischen Asylbewerbern gegeben. In Senftenberg ist es am Tag zuvor zu einem Konflikt zwischen Syrern gekommen. Von Frank Hilbert

Am Dienstag ist es laut Polizei gegen 18 Uhr in einer Gemeinschaftsunterkunft in der Krankenhausstraße in Senftenberg zu einer zunächst verbal geführten Auseinandersetzung zwischen drei 17 bis 18 Jahre alte Migranten aus Syrien gekommen. Während der Meinungsverschiedenheit erhielt ein 17-Jähriger einen Schlag gegen den Kopf. Der zweite beteiligte 17-jährige Jugendliche versuchte sich mit einer Machete Zutritt zu einem Zimmer zu verschaffen.

Die Waffe wurde durch Polizeibeamte sichergestellt und der junge Syrer seinen Eltern an dessen Wohnanschrift in Senftenberg übergeben. Im Zimmer des 18-Jährigen wurde später ein szenetypisches Drogenkonsumutensil mit betäubungsmittelverdächtigen Anhaftungen aufgefunden und sichergestellt.

Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Ungeachtet des für Mittwoch angekündigten Besuchs von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröder (SPD) in der Erstaufnahmeeinrichtung der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) an der Torgauer Straße musste die Polizei bereits in den frühen Morgenstunden zu einem weiteren Einsatz vor Ort. Gegen 1.45 Uhr war es zwischen zwei 19 und 24 Jahre alten algerischen Staatsbürgern zu gegenseitigen Körperverletzungen gekommen. Die Ursache der Auseinandersetzung konnte bisher nicht ermittelt werden, informiert die Polizei weiter. Beide Männer wurden mit leichten Verletzungen zur ambulanten medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

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Innenminister verspricht mehr Polizei für Doberlug-Kirchhain
Doberlug-Kirchhain. Nach Gewalt durch Flüchtlinge reagiert der Innenminister: „Wir wollen schnell wieder Normalität.“ Von Heike Lehmann

In Doberlug-Kirchhain wird künftig mehr Polizei präsent sein. Das hat Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Mittwoch versprochen. Anlass ist eine Häufung von Übergriffen und Gewalt in der Flüchtlingsunterkunft an der Torgauer Straße. Aber auch im Einkaufszentrum im Stadtteil Kirchhain wächst die Verunsicherung, ausgelöst durch alkoholisierte, pöbelnde und übergriffige gruppenweise auftretende Asylbewerber. Verkäuferinnen haben Angst, im Dunkeln allein nach Hause zu gehen. Fred Richter, stellvertretender Bürgermeister: „Die Stadt hat eine sehr integrative Kraft über das Ehrenamt entwickelt. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Stimmung nicht kippt.“

Verstärkung vor Ort gibt es bereits aus den Kräften der Polizei-Einsatzhundertschaft. Mit Wirkung, so Fred Richter: „Die Verkaufsstellenleiterinnen und auch die Einwohner berichten, dass man sich sicherer fühlt.“ Deshalb wird es zur Befriedung der Situation im Stadtgebiet dauerhaft zwei Streifenwagenbesatzungen mehr für Doberlug-Kirchhain geben. In der Erstaufnahmeeinrichtung wird zudem der Wachschutz verstärkt. Derzeit sind 16 Dienstposten rund um die Uhr vor Ort.

Das ist Ergebnis eines Gesprächs, das der Innenminister mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Stadtverordneten, der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH), der Polizei, des Deutschen Roten Kreuzes als Betreiber der Flüchtlingsunterkunft sowie der zuständigen Wachschutzfirma geführt hat. Dabei war auch Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU). Schröter sagt: „Wir wollen die Situation schnell wieder auf Normalzustand, wie wir ihn aus Doberlug-Kirchhain kennen, bringen.“